Originalteile-Podcast - Folge #86 mit Marco Haaf (Geschäftsführer aim Heilbronn)
Shownotes
Originalteile-Podcast - Folge #86 mit Marco Haaf (Geschäftsführer aim Heilbronn)
Vom Ruderboot ins Klassenzimmer, vom Schulleiter zum Bildungsinnovator – Marco Haaf über Leistungssport, Führung und warum er glaubt, dass wir das Schulsystem neu erfinden müssen.
Ein Besprechungsraum in der aim auf dem Bildungscampus, irgendwo zwischen Strategie-Meetings und der nächsten Fortbildung. Marco Haaf, 50, sitzt entspannt am Tisch, Brille, waches Lächeln, die Ruhe eines Mannes, der weiß, dass echte Veränderung Zeit braucht. Als er später über seine Kindheit in Offenau spricht, über Rudertraining im Morgengrauen und die erste Silbermedaille als 24-jähriger Trainer, wird klar: Hier ist einer, der Bildung nicht als Verwaltungsakt versteht, sondern als Lebensaufgabe. Es ist die Geschichte eines Heilbronners, der eigentlich Gebirgsjäger werden wollte und dann doch beim Ulmer Ruderclub landete. Sohn eines Südzucker-Betriebswirts und einer Arzthelferin, aufgewachsen in Bad Friedrichshall, zur Schule gegangen am Hohenstaufen-Gymnasium in Bad Wimpfen. Dort war er Schülersprecher, organisierte Partys und lernte nebenbei, wie demokratische Gremien funktionieren: »Wir wollten eine SMV-Party im Schwimmbad feiern. Der Schulleiter brauchte unsere Stimmen für einen Japan-Austausch. So war der Deal.« Heute verantwortet er als Geschäftsführer der aim die Zukunft der Bildung in einer Region, die sich gerade zur KI-Hauptstadt Europas entwickelt. Der Weg dorthin war alles andere als vorgezeichnet. Während andere schon wussten, dass sie Lehrer werden wollen, trainierte Haaf Ruderinnen für die U23-Weltmeisterschaft, holte 1999 Silber im leichten Doppelzweier und wurde in Kanada zum »Coach of the Year« gewählt. »Ich habe mir das Standardwerk der DDR-Trainingslehre gekauft«, erinnert sich Haaf im zweistündigen Gespräch. »Und war dann überrascht, dass Kapitel 17 von der Erziehung zum sozialistischen Staatsbürger handelte.« Am Hohenstaufen-Gymnasium entdeckte er später ein Talent, das ihm bis heute besonders am Herzen liegt: Carina Bär. Als junger Teenager kam sie 2005 zu ihm in die Ruder-AG, und Haaf erkannte sofort das Potenzial. »Ich habe damals zu ihr gesagt: Du wirst Olympiasiegerin.« Jahre später, 2016 in Rio, wurde aus der Prophezeiung Wirklichkeit. Bär holte Gold im Doppelvierer. »99 war toll«, sagt Haaf über seine eigene Silbermedaille als Trainer. Aber der Olympiasieg seiner ehemaligen Schülerin – das ist eine andere Dimension. Was folgte, war ein klassischer Lehrerweg mit unklassischen Umwegen. Vom Referendariat am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Neckarsulm über die Schulleitung bis zum geschäftsführenden Schulleiter aller Neckarsulmer Schulen. Besonders prägend: Die Corona-Jahre, in denen er als einziger Schulleiter Baden-Württembergs eine Abiturfeier durchsetzte. Als Demonstration. Auf dem Schulhof. Mit 500 Menschen im 1,5-Meter-Abstand, rotem Teppich und Musik. »Ich habe viel Ärger von meinem Chef bekommen«, sagt Haaf. »Aber wenn ich in die Gesichter der Jugendlichen geschaut habe, wusste ich: Es war genau das Richtige.« An keinem einzigen Tag der Pandemie schloss er die Schulmensa. Weil es Kinder gab, die auch im Homeschooling ein warmes Mittagessen brauchten. »Wenn es für 25 ein Bedürfnis gibt, dann macht man das möglich.« Eine Haltung, die sich durch sein ganzes Leben zieht – vom Rudertraining mit 17-Jährigen bis zur Schulleitung. Bewegend sind Haafs Einblicke in die Notwendigkeit von Veränderung im Bildungssystem. Von der Erkenntnis, dass Deutschunterricht oft kein Kommunikationsfach ist, bis zur Überzeugung, dass wir das Schulsystem nicht nur reformieren, sondern neu erfinden müssen. »Schule ist mehr als Unterricht«, sagt er. »Es ist Lebensraum für Kinder und Jugendliche.« Heute, als Geschäftsführer der aim, will Haaf »innovative Bildung« nicht nur im Namen tragen, sondern leben. Seine Akademie bringt gerade KI-Roboter in Heilbronner Schulen, entwickelt digitale Zwillinge für Mitarbeitende und positioniert sich als Impulsgeberin für ein Bildungssystem im Umbruch. »Der Großraum Heilbronn wird eine wichtige Rolle im Transformationsprozess des Landes einnehmen«, sagt er. »Ich freue mich darauf, das mitzugestalten.« Wenn er am Ende des Gesprächs »Heilbronn 2036« als seine Perspektive nennt und sagt, er wolle bis über den Ruhestand hinaus auf dem Bildungscampus bleiben, wird klar: Der Weg des ehemaligen Ruderers ist noch lange nicht zu Ende. Aber die Richtung stimmt.
Weblinks & Social Media von Marco Haaf: Web: https://www.aim-akademie.org LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/marco-haaf-014aa2145/
Audio: Philipp Seitz (www.philipp-seitz.de)
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00:00:01: Robert Mucha: Herzlich willkommen zu Originalteile, dem Leu te Podcast aus Heilbronn und der Region vom Autozentrum Hagelauer mit Gastgeber Robert Mucha.
00:00:16: noch mal großer Dank ans Auto Zentrum Hagelauer, die uns seit fünfeinhalb Jahren unterstützen und diesen Podcast möglich machen. Und jetzt herzlich willkommen, Marco Harff, Geschäftsführer der AIM. Und jetzt darfst du aber mal in kurzen Worten kurz erzählen unseren Zuhörern und Zuhörerinnen, wer du bist und was du machst.
00:00:54: irgendwann hier als Geschäftsführer zur AIM und darf heute die Geschicke der Firma hier auf dem Bildungscampus verantworten helfen, weiterentwickeln und so diesen Bildungsaspekt im Ökosystem Bildungscampus vorantreiben.
00:01:49: Kindheits und Jugendjahre? Mehr auf dem Land, oder? Oder ab wann hat es dich dann auch in die Stadt gezogen? Nach Heilbronn. Hat es das irgendwann oder gar nicht? Seit deiner Jugend? Du warst ja in Bad Wimpfen auch auf der Schule offenbar groß geworden, oder so?
00:02:18: Dadurch, dass ich in Wimpfen gerudert habe, war der Verein natürlich so ein Mittelpunkt und man ist dann eher dadurch in andere Städte gekommen, deutschlandweit oder europaweit.
00:03:40: Robert Mucha: Das ist ja eigentlich auch mal Mannschaftssport ausprobiert.
00:03:43: Marco Haaf: Ich habe selbst auch Fußball gespielt, aber mehr schlecht als recht. Also im Rudern war das durchaus ein bisschen besser, aber ich kann mich gut an Fußballzeiten erinnern und habe immer sehr, sehr gern Fußball gespielt. Aber die Betonung liegt auf gern.
00:04:01: waren deine Eltern beruflich? Was haben sie beruflich gemacht?
00:04:05: Marco Haaf: Mein Vater war bei der Südzucker im Betriebswirtschaftler und meine Mutter war Arzthelferin.
00:04:15: Robert Mucha: Also kein pädagogischer Background, keine pädagogischen Onkel, Tante.
00:04:19: Das war toll. Dann fand ich es faszinierend. Wie gesagt, es war ja auch jetzt nicht eine Bedrohungslage. Als wir Mitte der 90er Jahre.
00:05:08: Robert Mucha: Aber man hätte ja vielleicht auch auf Zivi bei der Bergrettung oder sowas kommen können.
00:05:12: dann erst viel, viel später. So ganz am Ende des Studiums, das Schule dann eine Alternative war.
00:06:06: Robert Mucha: Dann kam der Sport in dein Leben. Also offensichtlich schon als Kind.
00:06:10: Marco Haaf: Als Kind bei uns zu Hause war Sport immer wichtig, sowohl aktiv als auch passiv.
00:06:15: Robert Mucha: Hast du Geschwister gehabt? Ich habe oder hatte.
00:06:17: Marco Haaf: Ich habe.
00:06:18: Robert Mucha: Einen.
00:06:18: Marco Haaf: Bruder. Ja, genau zwei Jahre jünger. Und ja, also Sport war immer wichtig. Wir hatten einen.
00:06:27: den du ausprobiert hast Oder war es der Klassiker Fußball, Fußball.
00:06:34: Marco Haaf: Turnen wie früher üblich, so Kinderturnen. Da bin ich sehr viel geschwommen, sehr lange im Verein geschwommen. Und vom Schwimmen sah ich so eine ganz gute Voraussetzung fürs Rudern und und das passte dann ganz gut. Und bin dann über die Schule in Bad Wimpfen zum Rudern gekommen und hab dort dann auch Freunde gefunden, die so bis heute auch mein Leben begleiten.
00:06:58: so richtiges Leistungsrudern, zumindest genau.
00:07:03: Marco Haaf: So.
00:07:03: Robert Mucha: Jugendbereich. Hattest du da auch irgendwelche Erfolge gefeiert, oder.
00:07:07: eine Folge des Ganzen.
00:08:02: auch aktiv. Jetzt Politik, Rektor, Geschäftsführer.
00:08:37: dazu beitragen, dass unsere Gesellschaft funktioniert, dass sie stabil ist. Bei allem, wie ich gern vielleicht auch allein zu Hause mit meiner Familie bin, gehört das für mich einfach dazu.
00:10:14: Robert Mucha: Was für ein Schüler warst du, Streber? Rebellisch, mittendrin.
00:10:20: Marco Haaf: Als ich im Referendariat war, da war mein damaliger Schulleiter in NeckarsUlm Klassensprecher.
00:10:25:
00:10:30: Und weil man an der Schule andere Dinge tut. Aber ich glaube, ich habe Schule, wenn ich von außen nie gefehlt.
00:11:08: Robert Mucha: Weil du auch mal einen Ausflug in die Heilbronner Innenstadt gemacht hast, Vormittags oder immer wegen Engagement in der Schule.
00:11:17: War aber durchaus.
00:12:01: Robert Mucha: Finde ich mich auch.
00:12:02: Marco Haaf: Ein.
00:12:02: Robert Mucha: Bisschen drin wieder in der in der Aussage Welche Fächer haben dich interessiert als Schüler? Also ich hätte jetzt eher gesagt eher die Laberfächer und Mint eher nicht.
00:12:15: Marco Haaf: Nee, also die klare Gemeinschaftskunde Erdkunde.
00:12:20: Robert Mucha: Einserschüler war es nicht.
00:12:23: das waren schon gute Fächer, aber Sprachen war durchaus schwierig. Es kam dann erst, als ich im Studium, dann in den USA, in Kanada und da habe ich dann gemerkt, dass es schon ganz gut ist.
00:12:47: Robert Mucha: Deutsch war auch schwierig. Also nicht zu sprechen.
00:12:49: Marco Haaf: Aber das war die erste Fremdsprache, wenn man hier aufgewachsen ist.
00:12:54: Also ja, eigentlich schon immer. Ob als Schülersprecher, in der Jugendarbeit, in der kirchlichen, als Trainer, als Lehrer, dann mit mit seinen Schülern, als Rektor, mit seinen Lehrern und Schülern etc. pp. Ich hätte eher gedacht, ich habe mir in Vorbereitung deine Vita ein bisschen durchgeschaut. Deshalb war ich jetzt auch so frech zu sagen Nee, eher die Laberfächer und Mint wahrscheinlich eher nicht. Da war gar nicht so.
00:13:29: eher nicht. Also es waren schon eher so auch die harten Fächer. Ich glaube, Deutschunterricht und das ist ja heute durchaus ein Problem in der Schule ist ja oft nicht unbedingt ein Kommunikationsfach. Wenn man sich die Studien anschaut, dann sieht man heute, dass der Deutschunterricht gerade in der Oberstufe bei den Schülern ja durchaus ein sehr schlechtes Image ist.
00:13:53: Robert Mucha: Unterricht an sich ein Ort der Kommunikation?
00:13:57: glaube ich, Schüler auch sehr gut unterscheiden.
00:15:04: für die Gesellschaft und kann da auch ein Stück mitgestalten. Dass es da so einen Moment gab, wo dann whatever irgendein Zugang zur Bibliothek oder ich.
00:15:43: die die. Das Lehrerkollegium war dagegen. Er brauchte in der Schulkonferenz unsere Schülerstimmen. Und dann war der Deal mit ihm, dass wir dafür im Wimpfener Schwimmbad eine Schülerparty feiern durften. Smv Party und er dem zustimmt. Es war wie so ein so ein Aushandlungsprozess, wo man einfach gesehen hat okay, so demokratischen Gremien.
00:16:53: Robert Mucha: Geben und nehmen.
00:16:54: Und es geht nicht immer nur darum, den die beste Entscheidung zu finden, sondern halt die, die unterschiedlichsten Interessensgruppen zu vereinen.
00:17:11: Robert Mucha: Ich habe ein kirchliches Engagement in der Jugendarbeit auch erwähnt. War das der Bund der Deutschen Katholischen Jugend?
00:17:17: Marco Haaf: Ist das genau so auf dem Dorf? War mal Ministrant, so in der Kirche groß geworden.
00:17:24: da die Erfahrung Wir können hier verhandeln Party für unsere Stimmen für den Japanaustausch ging, dass da in der katholischen Jugend genauso was da zählt. Was hast du da gelernt? In politischer Verhandlungsführung?
00:17:49: viel, sondern ich glaube, da ging es eher ums Miteinander und mit Gleichaltrigen Dinge zu tun. Das war eine schöne Zeit, aber die hat mich sicherlich jetzt nicht so geprägt wie die Zeit in SMV oder nachher im Sport, in verschiedenen Ämtern. Das war schon eher das, was mein Leben auch geprägt hat.
00:18:23: da war. Wie hast du dann angefangen? Also hast du gesagt okay, wenn ich da jetzt gesagt habe, ich mach das, dann muss ich mir auch ein bisschen Literatur reinpfeifen, weil Theorie gehört dazu. Oder hast du dir einfach so was hat mein Bruder Coach damals mit mir gemacht? Und jetzt starten wir mal so rein, wird ja demnächst eine auftauchen, der es dann sozusagen anstatt meiner macht. Ich wollte es ja.
00:18:54: war 17 oder 18, habe ich mir das Standardwerk Körner Schwanitz der Trainingslehre im Rudern in der DDR gekauft, weil ich das durchaus faszinierend fand, wie erfolgreich die waren. Und war dann durchaus überrascht, dass es dort, ich glaube im Kapitel 17.
00:19:15: Robert Mucha: Medikamente und Co.
00:19:17: aktiven Zeit.
00:19:31: Robert Mucha: Dieses Kapitel vielleicht ganz blöder Gedanke aber meint. Der hat auch so ein bisschen den Mannschaftsgeist gestärkt und war deshalb vielleicht aus deren Perspektive da zwingend mit reinzunehmen.
00:19:44: in der Zeit, die dann bei Wettkämpfen im Westen geblieben sind oder zumindest.
00:20:35: Robert Mucha: Was von der Welt gesehen haben, was dem anderen verwehrt blieb.
00:20:39: gesehen werden.
00:21:03: Robert Mucha: Du hast vorhin erzählt, du hast dich dann statt Gebirgsjäger zu werden, dann doch für Zivildienst beim Ruderclub in Ulm entschieden. Die kannten dich aufgrund deiner oder deiner Karriere als aktiver Ruderer?
00:21:17: kann ich mir vorstellen. Mache ich. Und war auch eine supertolle Zeit. Also die ganz.
00:21:34: Robert Mucha: Konkret gemacht haben.
00:21:36: Marco Haaf: Da saß ich den ganzen Tag im Motorboot und habe Kinder trainiert. Also von Schülerags. Wir haben in Ulm war das damals schon sehr professionell. Es gab mehrere hauptamtliche Trainer. Im Club.
00:21:49: Robert Mucha: War das anders aufgestellt als hier in Heilbronn oder.
00:21:52: angesprochen haben. Und das war dann auch so ein Bereich, der mich sehr schnell begeistert hat, diese Diagnose. Was muss jemand mitbringen? Was versteht man unter Talent im Sport? Dass man in dieser Sportart erfolgreich werden kann? Ich sage mal, es sind ja beim Rudern durchaus sehr spezielle anthropometrische Voraussetzungen, die man mitbringen muss.
00:22:56: Robert Mucha: Aber man sollte nicht aussehen wie ein Pferdejockey.
00:22:59: einmal organisieren können. Ich habe zu den Kids immer gesagt Schule ist das Haupt Selektionskriterium. Wenn ihr in der Schule nicht gut seid, dann werden eure Eltern irgendwann sagen Jetzt ist Schluss. Also ich muss mich organisieren können, Ich muss in der Schule gut sein, auch wenn ich acht, neun Trainingseinheiten in der Woche habe. Und ich muss natürlich.
00:23:53: Robert Mucha: Auch so viele Trainingseinheiten in deiner Jugend oder.
00:23:55: mitbringen. In so einer zyklischen Ausdauersportart. Weil wenn ich im Winter bei -5 Grad auch hier in Heilbronn 20 Kilometer auf dem Neckar. Dann macht es nicht immer nur Spaß, sondern dann muss man auch mal. Abschalten können, sich quälen können. Also solche Dinge gehört und dann natürlich auch dazu.
00:24:21: Robert Mucha: Hart rudern, aber auch ein bisschen was Meditatives.
00:24:23: Marco Haaf: Auf jeden Fall. Es ist sicherlich wie.
00:24:27: Robert Mucha: So ein bisschen mit.
00:24:27: Was schön ist dabei. Man kann es natürlich dann auch als Mannschaftssportart machen. Also wenn ich im Doppel vier oder im Achter sitze, dann.
00:24:39: Ist das. Ist das falsch?
00:25:01: Marco Haaf: Das ist falsch. Also, das wird nicht funktionieren.
00:25:04: Robert Mucha: Das ist wie im Fußball.
00:25:05: Marco Haaf: Die besten.
00:25:06: Robert Mucha: Einzelspieler.
00:25:07: Marco Haaf: Also, wenn ich. Elf Lennard Carls habe und die alle in der Abwehr stehen. Dann wird es nichts, nichts werden. Und so ist es mit dem Ruderboot auch. Jeder einzelne Platz hat ganz spezielle Voraussetzungen und Anforderungsprofil und das ist nachher die Kunst vom Trainer.
00:25:26: Robert Mucha: Aber du musst über 184 Meter groß sein.
00:25:28: ganz gut. Ja, klar.
00:25:32: Robert Mucha: Deshalb hatte ich die Unterschiede zum Fußball im Kopf. Da kannst du, wenn du einen tiefen Körperschwerpunkt hast, mit 165 auch Profi werden.
00:25:41: Systems, umso wackeliger wird es. Also das ist durchaus dann auch eine Anforderung.
00:26:37: Robert Mucha: Aus Ulm ging es dann nach Konstanz zum Studium.
00:26:40: Marco Haaf: Genau.
00:26:40: Robert Mucha: Ich hatte da auch was mit Rudern zu tun.
00:26:42: Monate hier nicht zu Hause.
00:27:32: Robert Mucha: Konstanz und da bei Freiburg kann man es wahrscheinlich auch ganz gut aushalten. In Köln weiß ich jetzt nicht so.
00:27:39: Dinge. Das war schon so ein Geist, der dort geherrscht hat und den ich.
00:28:34: Robert Mucha: An der Uni für Studentenleben gehabt.
00:28:36: Marco Haaf: Ja, schon.
00:28:36: Robert Mucha: Mit einer halben Ruderstelle und Verpflichtungen.
00:28:39: Marco Haaf: Öhm und klar, nicht so, also wenn ich.
00:28:45: Robert Mucha: Da noch Leistungsruderer auch oder so, also das. Also mein Pub gehen und am nächsten Tag Kinder über einen Fluss oder See peitschen ging ja.
00:28:56: man musste um acht an der Uni sein. Das heißt, man war 0.5 uhr morgens auf dem Wasser, teilweise mit Scheinwerfer auf dem Motorboot, um da die ersten 20 bis 25 Kilometer zu rudern, bevor die die Leute dann alle an die Uni gegangen sind. Und abends hat man sich dann wieder getroffen und trotzdem sind die Leute abends weggegangen. So.
00:29:55: zu gehen? In Konstanz? Oder kam das später In Kanada. In Kanada.
00:30:04: Marco Haaf: Also muss ich ganz ehrlich sagen, es war dann irgendwann auch so.
00:30:07: Robert Mucha: Dass zwischendrin in der Mitte.
00:30:09: Marco Haaf: In Konstanz und Heidelberg. Ich bin also war in Konstanz fertig, war dann in Kanada und bin dann anschließend nach Heidelberg zum Geografie studieren. Und irgendwann war so der Punkt. Wenn man sich die älteren Kolleginnen und Kollegen.
00:30:22: Robert Mucha: In Konstanz dann mag oder.
00:30:25: Marco Haaf: Staatsexamen.
00:30:26: Robert Mucha: Oder also schon.
00:30:26: gearbeitet und ich habe Gott sei Dank etwas studiert, womit man auch in die Schule gehen kann. Und die Idee war dann schon, dass man von der Schule aus ja auch rudern machen kann. Gerade die Ich kann das so im Freundes und Bekanntenkreis. Viele Lehrerinnen und Lehrer, die auch in den jeweiligen Städten dann Rudertrainer waren Und so habe ich gedacht, das wäre vielleicht auch ein Modell. Und was sicherlich auch die richtige Entscheidung.
00:31:59: Trainer. War das dann so eine Art Stipendium.
00:32:03: Marco Haaf: An der University of Western Ontario Und das war hat richtig Spaß gemacht. Es war halt einen ganz anderen Einblick.
00:32:10: Robert Mucha: Was hast du dort über Coaching und wo dann noch mal gelernt? In. Der DDR Literatur?
00:32:17: einem hochkreativen Bereich. In jeder Trainingseinheit.
00:33:04: Robert Mucha: Hat sich dein Coaching danach verändert.
00:33:07: brauchen die über das Jahr über den Monat hinweg trotzdem vielleicht völlig unterschiedliche Trainingsinhalte und Herangehensweisen. Und das war so was, was in Kanada sicherlich viel mehr eine Rolle gespielt hat dass man individueller auf die persönlichen Bedürfnisse, so aus dieser DDR von.
00:33:51: Robert Mucha: Studenten oder Schülern. Also unabhängig vom Sport. Ich frage mich gerade, ob das so eine.
00:33:59: könnte jetzt so nicht sagen, aber im Sport ist es schon aufgefallen. Und. Ja, viel individueller. Das ist glaube ich so das, was sich verändert hat.
00:34:16: Robert Mucha: Dann ging es nach Heidelberg und.
00:34:19: traditionelle Universität. Ich werde nie vergessen, wie ich in den Semesterferien mal vor der Institutsbibliothek des Geographischen Instituts stand. Und das hatte zu so was wie in Konstanz undenkbar gewesen, dass eine Bibliothek in den Semesterferien zu hat. Also das war alles viel. Viel traditioneller. Aber ich habe in der Zeit dann auch sehr stark den Bezug zur Heimat hier wiedergefunden.
00:34:56: hat denn Kanada da den Ausschlag zugegeben? Hat es da nicht irgendein Uniprof? Der so toll war, dass ich gesagt habe Ich.
00:35:09: Marco Haaf: Glaube, es war einfach ein Prozess? Das, was ich vorhin gesagt habe, dass man gemerkt hat, dass es auch eine Möglichkeit. Man kann beides machen und ja, alles zu seiner Zeit.
00:35:23: Robert Mucha: Wann hattest du dann während des Studiums schon Berührung mit Schule? Erst im Referendariat.
00:35:29: der Zeit hat man Lehramt ja noch wirklich auf Gymnasial so studiert, dass man mit Schule nichts zu tun hatte. Bis zum Staatsexamen musste man nicht einmal in eine Schule. Das ist heute Gott sei Dank anders.
00:35:43: Robert Mucha: Und Gymnasial war für dich sofort klar, oder? Hätte es auch Grundschule werden können, oder?
00:35:50: mit sehr vielen pubertären Betriebsgeräuschen. Und dann einen Leistungskurs in der Oberstufe, die wirklich sehr kontrovers diskutieren wollten. Jetzt vielleicht im Gemeinschaftskunde Leistungskurs.
00:36:45: Robert Mucha: Aber keine Berührung mit Schule während des Studiums.
00:36:48: Marco Haaf: Null, null, wirklich null.
00:36:50: Robert Mucha: Dann erzähl mir von deinem ersten Tag an der Schule. Als Referendar am alten Gymnasium, oder?
00:36:57: ich erinnere mich da heute durchaus gern zurück, wenn wir heute über so Genze diskutieren und irgendwie junge Menschen wollen nur noch leben und und auszubilden. Man hört ja oft von Ausbildern, dass die die azubildende, die Azubis ganz andere Gedanken haben. Dann muss ich immer an diesen Tag denken, weil es war halt einfach noch anders.
00:37:55: Robert Mucha: Das war das Positive an dieser Aufgabe. Elf Monate lang Kaffee fürs Kollegium, das.
00:37:59: sind.
00:38:30: Robert Mucha: Aber dort entsteht doch soziale Interaktion, heißt es häufig im Büroalltag oder Berufsalltag? Genau. Und Austausch? Die Erfahrung hast du in deinem ersten Referendariat einem. Ich will jetzt nicht gutheißen, dass man da so eine Aufgabe bekommt aber.
00:38:48: Lehrerzimmer Projekt gemacht und und haben Räume dazu genommen, weil mir durchaus wichtig war, das, was ich ganz am Anfang gesagt Schule ist Lebensraum. Nicht nur für für Kinder und Jugendliche, sondern auch für das lehrende Personal.
00:39:17: Robert Mucha: Also so New Work Atmosphäre ein bisschen da.
00:39:21: wo es Bereiche gibt zum Arbeiten, wo es Bereiche gibt, zum Miteinander kommunizieren, vielleicht auch zum Ausruhen. Ich halte es für sehr wichtig und das.
00:39:42: Robert Mucha: Lehrerzimmer damals aus, als du für Kaffee zuständig warst.
00:39:46: Marco Haaf: Da gab es Tische, Stühle.
00:39:49: Robert Mucha: Wurde noch geraucht?
00:39:51: der Schule. Logisch. Das hat sich alles Gott sei Dank geändert. Aber war eine tolle Zeit. Am Albert Schweitzer Gymnasium. Ich war dann 20 Jahre dort und möchte das nicht missen.
00:40:13: Robert Mucha: Hast du auch so eine einprägsame Erinnerung an so eine der ersten Begegnungen oder die erste mit Schülern im Referendariat? Also weil gerade war es ja eine mit Lehrer aus dem Lehrerzimmer. Was als erstes aufgepoppt ist.
00:40:29: viele Erinnerungen an Schüler. Ich weiß nicht, ob meine erste Erinnerung im Mitschülern im Referendariat gab, aber es war natürlich schon anders als das, was ich aus dem Rudern kannte. Also ich habe zu der Zeit ja sehr viel mit Ruderern gearbeitet, die wirklich Hochleistungssport gemacht hat. Haben die sich bedingungslos zu Leistung committet haben. Und wenn man dann in der achte oder neunte Klasse reinkommt.
00:40:58: Robert Mucha: Und kein Hochleistungsschüler hat.
00:41:00: dann gibt es halt welche, Das sind die Überflieger und welche, die kommen in dem Fach nicht mit. Nicht nur von der Motivation her, sondern natürlich auch von den intellektuellen Fähigkeiten her. Und im Leistungssport war das natürlich alles viel homogener. Also das war sicherlich anders. Und es war auch was, was ich, was ich lernen musste. Klar. Aber was es am Ende des Tages natürlich auch spannend macht.
00:41:55: Robert Mucha: So ein Referendariat ging zwei Jahre.
00:41:58: Jahre und dann.
00:42:00: Robert Mucha: Bist du nach einem.
00:42:01: Marco Haaf: Jahr Schulen. Genau.
00:42:03: Robert Mucha: Das war klar. Zwei Schulen?
00:42:04: Marco Haaf: Genau. Das war damals noch fix. Und das zweite Jahr durfte ich dann am Hohenstaufengymnasium in Bad Wimpfen machen, was für mich supertoll war, weil es ja meine ehemalige Schule war.
00:42:15: Robert Mucha: Auch noch Kaffee gekocht.
00:42:17: dann in den ersten Jahren weiterhin möglich gemacht, dass ich im Landesruderverband tätig bin. Von daher war das schon ein Wunsch, auch nach NeckarsUlm zurückzugehen.
00:43:09: Also, so groß musst du sein.
00:43:32: könnte was werden. Und dann habe ich am letzten Schultag eine Durchsage gemacht, Carina Bär möge sich bitte im Lehrerzimmer melden. Ich glaube, sie ist aus allen Wolken gefallen, was sie denn nun jetzt verbrochen hatte. Und dann habe ich sie um ein Gespräch gebeten und habe gesagt Du, hör zu, ich würde dir gerne Rudern beibringen. Du wirst mal Olympiasieger.
00:44:48: Robert Mucha: Das hast du gesagt.
00:44:49: Carina ist ja durchaus ein offener Mensch.
00:45:02: Robert Mucha: Also hast du so was noch mal zu einem anderen Sportler Sportlerin gesagt? Nein.
00:45:06: Marco Haaf: Nie.
00:45:07: Robert Mucha: Vorher war das dann tatsächlich auch so, von diesen ersten Eindrücken, so mit einem halben Auge im Sportunterricht und dann auf diesem Ausflug. Genau.
00:45:16: acht Monaten schon im im Finale bei den Deutschen Jugendmeisterschaften eindreiviertel Jahre später auf den Juniorenweltmeisterschaften und zweieinhalb Jahre später Juniorenweltmeister im einer.
00:45:43: Robert Mucha: Da hast du sie noch trainieren.
00:45:44: auch gut war, weil das war natürlich schon eine intensive Zeit, dass man zum einen voll in der Schule war, ich hatte schon Familie. Und dann als Trainer. Also es war oft dann, dass wir.
00:46:11: Robert Mucha: Mehr gesehen als deine Kinder.
00:46:13: Marco Haaf: Nicht ganz, aber fast. Aber dass man hier morgens um sechs auf dem Wasser war und anschließend in die Schule gegangen ist. Ja, und? Aber sie hat ihren Weg dann gemacht und ist natürlich toll, wenn sich dann so was entwickelt.
00:46:28: Als sie 2016 Olympiasiegerin wurde.
00:46:32: Marco Haaf: Ich habe das Rio Rennen in Babbstadt in der Scheune bei ihren Eltern gesehen.
00:46:36: Robert Mucha: Der zweitbeste Ort, um den Sieg zu verfolgen.
00:46:39: das nicht gesagt. Doch, doch. Ich war mir eigentlich vom ersten Schlag an sicher, dass sie das nach Hause bringen. Und dass das funktioniert, war doch sehr souverän. Es ist natürlich ein toller Abschluss nach Silber in London.
00:47:13: Robert Mucha: Dann durftest du die Goldmedaille mal anfassen. Ja, oft.
00:47:16: Marco Haaf: Genug.
00:47:17: Robert Mucha: Sehr schön. Klar. Dann Albert Schweitzer Gymnasium ab Sommer 2005 zwölf Jahre Lehrer, bis du dann Rektor wurdest.
00:47:27: schon eine Stelle gekriegt als als Verantwortlicher zum Aufbau der Ganztagesschule. Das kam daher so gerade auf und der damalige Schulleiter hat jemand gesucht, der sich so was vorstellen könnte. Also habe auch dort glaube ich relativ schnell Verantwortung für Schulentwicklung mit übernommen.
00:47:46: Robert Mucha: Hör auf dich zu. Oder war das irgendwo ausgehängt an der Pinnwand im Lehrerzimmer über der Kaffeemaschine?
00:47:52: schnell in der Schulleitung war. Dann habe ich ganz kurz danach stellvertretender Schulleiter und Schulleiter und das war mir hat das Lehrer sein durchaus Spaß gemacht. Das war toll. Und dann so ein Wechsel in die Schulleitung ist ja fast wie ein Berufswechsel, muss man ganz ehrlich sagen.
00:48:18: Robert Mucha: Da hat man dann noch administrative Aufgaben.
00:48:20: sagen. Aber beides hat seinen Reiz und beides hat Spaß gemacht. Wir haben die zehn Jahre, wo ich deutlich mehr unterrichtet habe, viel Spaß gemacht. Und dann die die elf Jahre, in denen ich stellvertretender Schulleiter war, auch wahnsinnig viel Spaß gemacht.
00:48:48: Robert Mucha: Wie viel unterrichtet ein Stellvertreter? Acht Stunden. Acht.
00:48:52: war auch eine tolle Zeit. Und ich hatte dann nachher aber als Schulleiter auch eine ganz, ganz tolle Stellvertreterin, die da einen super Job gemacht hat. Also Kerstin.
00:49:38: Robert Mucha: Gestaltungsmöglichkeiten hat man als Schulleiter. Für seine eigene Schule hat man auch welche. Über seine eigene Schule drüber hinaus vielleicht.
00:49:51: Marco Haaf: Also man muss aufpassen.
00:49:52: Robert Mucha: Ich hab ja schon recht. Klare Rahmen.
00:49:54: ist, glaube ich wirklich ein Problem in unserem Schulsystem. Wenn ich Schule gut machen möchte, dann muss ich von diesem Rahmen durchaus abweichen. Als ich.
00:50:13: Robert Mucha: Abweichen, auch schon ein lebenswerteres Lehrerzimmer zu gestalten, oder Ich.
00:50:18: ist. Und es braucht hier von Lehrkräften von Schulleitung durchaus Mut, Schule weiterzuentwickeln. Und es ist oft so eine Gratwanderung.
00:51:13: Robert Mucha: Wie macht man das denn dann smart, dass man Anordnungen von solchen Mitarbeitern kostet? Man die so weg, so lang es geht, oder?
00:51:23: habe gesagt Bernd, wir müssen uns irgendwas überlegen. Und zur damaligen Zeit war in der aktuellen Corona Verordnung waren Demonstrationen bis 500 Personen zugelassen im Freien. Also habe ich eine Demo für Bildung beim Ordnungsamt angemeldet, die auf dem Schulhof.
00:52:51: Robert Mucha: Privatperson oder als Schulleiter.
00:52:54: Das Ordnungsamt hat diese Demo genehmigt.
00:53:03: Robert Mucha: Du als Schulleiter hast genehmigt, dass das da stattfinden darf.
00:53:06: gute, gute Lösungen findet. Auf Menschen zugehen, gemeinsam Lösungen finden. Und das war, glaube ich, ein schönes Beispiel dafür, wie das auch geklappt hat.
00:54:12: Robert Mucha: Wart ihr die einzige Schule hier im Landkreis Stadtkreis?
00:54:15: wo es daheim nichts zu essen gibt. Und wir hatten die Möglichkeit geschaffen, dass wir in allen Klassenzimmern der Schule essen kann. Das heißt, der der Kochverein in der Schule hat sich so Abdeckungen fürs Essen besorgt. Das Essen wurde an der Mensa ausgegeben und die Kinder konnten ganz alleine in ein Zimmer gehen und dort essen.
00:55:20: Robert Mucha: Wie viele kamen da so?
00:55:22: immer nach Lösungen sucht und nicht männliches Denkmuster.
00:56:06: Robert Mucha: Ja, wobei.
00:56:06: Marco Haaf: Ich kenne auch wahnsinnig viele Frauen, die so denken. Ich glaube nicht, dass man das so. Ich unterscheide da nicht. Nee, ich glaube, es macht einfach Spaß, Lösungen zu finden und nicht, sich in Problemen zu vergraben.
00:56:23: dir die Erkenntnis gestiegen ist oder war die Erkenntnis schon viel früher da? Aber Corona war dann die Zeit, wo du gesagt hast so und jetzt kann ich Schule und Digitalisierung, Bildung und Digitalisierung ein bisschen mit einem kleinen Turbo Boost vielleicht vorantreiben, weil es eh alle machen müssen.
00:56:48: hat. Wenn ich ans Albert Schweitzer Gymnasium denke, dann die strukturierte Verkabelung. In dem Gebäude war 2006. 2008 wurden Smartboards eingeführt. Das war sicherlich an allen anderen Schulen vor.
00:57:17: Robert Mucha: Dem iPhone und Facebook.
00:57:19: aber auch für die Verantwortlichen im Kleinen an der Schule. Und ja, es war. Jeder Tag war anders. Jeden Tag war irgendeine andere Entscheidung und man wusste ja auch nie, wie es weitergeht. Also es war sicherlich eine Zeit, in der bei mir, der die Entscheidung auch gereift ist, dass es vielleicht irgendwann noch mal was anderes machen möchte außer Schule.
00:59:57: noch mit dem Schwamm und Kreide unterwegs waren.
01:00:31: sein individuelles Päckchen zu tragen. Gerade in den Phasen, wo man zu Hause war, hatte ja jeder eine völlig andere Situation. Und wie ich mit einer Situation umgehe. Ich glaube, da ist es nicht entscheidend, wie wie gut ein Surfer funktioniert oder wie Teams funktioniert hat.
01:01:22: können? Oder kamen die Gedanken auch auf? Weil im Bildungscampus gibt es spannende Institutionen und man.
01:01:40: Marco Haaf: Also.
01:01:41: Robert Mucha: Teil des Ökosystems und tauscht sich aus mit Leuten.
01:01:45: auch viel zurück, weil man sehr individuelles, direktes Feedback hat. Und das war dann, das war relativ unattraktiv für mich, jetzt irgendwie in Stuttgart in so einem Bürokomplex zu sitzen. Aber ich war offen. Der Gedanke ist Hast du.
01:03:45: Robert Mucha: Das.
01:03:45: Marco Haaf: Auch kommuniziert?
01:03:46: Robert Mucha: Hier und da, oder?
01:03:49: und Schüler. Es ist jetzt ja nicht so, dass es ein Nachher der Wechsel hier auf dem Bildungscampus eine Flucht gewesen wäre. Es war keine Entscheidung weg von, sondern es war dann eine Entscheidung hin.
01:04:44: Robert Mucha: Wie kam es zum Kontakt zur AIM oder waren da Lehrer aus deiner Rektorenzeit? Immer mal wieder zu Fortbildungen? Kanntest du die Institution schon?
01:04:54: Und das war dann auch echt eine eine ganz schnelle Entscheidung. Also ich werde das nie vergessen. Wir saßen drüben bei der Stiftung Mittwochabend, 18:00 und da hat sie mich gefragt, ob ich das nicht machen möchte. Und dann bin ich heim und hab mit meiner Frau und meinen Kindern gesprochen. Und am nächsten Morgen um acht hab ich hier zugesagt. Da haben wir nicht über Geld gesprochen, über Rahmenbedingungen, sondern.
01:05:58: Rolle gespielt. Ich verlasse jetzt so einen sicheren Beamtenstatus.
01:06:04: gleich noch drüber reden? Und das war von diesem ersten Moment an, als Silke Lohmüller mich gefragt hatte, wusste ich Wow, das könnte dir Spaß machen. Vielleicht ist es ganz genau das, auf was du jetzt die oder was so die letzten Jahre in deinem Kopf mit dir herumgetragen hast, ohne dass ich es wusste.
01:07:19: hauptsächlich bildet sie oder bildet Fortbildungen für Erzieher, Lehrkräfte, Pädagogen, Leute, die im pädagogischen Umfeld arbeiten, aber auch großer Fokus auf Sprachförderung.
01:07:46: an dieser Schule gibt. Und Gott sei Dank durch die sozialindexbasierte Ressourcensteuerung des Schulamtes, durch wahnsinnig tolle Lehrer, die wir dort haben, findet auch eine sensationelle Arbeit und vor allem eine sehr, sehr erfolgreiche Arbeit statt.
01:09:51: ein Programm entwickelt Sprache am Übergang. Wir haben in Böcking jetzt mit ein paar Beispielen.
01:11:38: Robert Mucha: Aktuell oder noch vor.
01:11:40: so ein Thema, dass man die Übergänge betrachtet zwischen den Schularten. Nicht nur Grundschule, Kita, sondern auch Grundschule, weiterführende Schule haben wir Riesenprobleme, Aber hier sind wir dabei, die Sprachförderung zu transformieren.
01:12:47: Robert Mucha: Was macht denn noch?
01:12:48: kommt zu Fortbildungen in die Form. Und da gibt es ein eigenes Team.
01:14:34: Robert Mucha: Nur in Baden Württemberg oder auch darüber hinaus. Oder nur im Landkreis Heilbronn?
01:14:41: dass wir hier in der Region Bildung voranbringen. Und wir wissen aus dem Kultusministerium, dass sich das auch in Leistungsdaten messbar zeigt.
01:15:11: Robert Mucha: Was macht ihr noch?
01:15:13: auch individualisierte Teamqualifizierungen und Prozessbegleitung. Das heißt, eine Schule kommt zu uns mit irgendeinem Thema und sagt, wir hätten gerne Fortbildungen dazu. Dann konzipieren unsere Mitarbeiter die Fortbildung und führen sie individuell mit dieser Schule durch.
01:16:18: Robert Mucha: Und dann kann man sich aber auch Schule als Schule melden und sagen, wir hätten die auch gern. Und dann besucht er die zweite auch noch.
01:16:24: wirklich voll bespielen. In diesem Bereich.
01:17:03: Robert Mucha: Noch nicht wie in Konstanz die Bibliothek.
01:17:06: im Schulbereich richtet, die dort vor allem den so diese Grundlagen evidenzbasierter Schul und Unterrichtsentwicklung in ihrem Studium.
01:17:44: Robert Mucha: Damals solche Angebote in deiner Askzeit oder so wahrgenommen.
01:17:49: Marco Haaf: Also ich habe in der Zeit, als ich am Asg war, viele Fortbildungen der IM wahrgenommen.
01:17:57:
01:18:01: in Bildung, in Schule und Freizeit sind Angebote, die sich direkt an Kinder und Jugendliche richten. So Dinge wie Kinderuni, wie Ferienintensivkurse, wo Defizite in Mathe in Englisch aufgearbeitet werden. Und auch die Juniorakademie, ein Stipendienprogramm, wo wir so gut 200 junge Menschen.
01:18:50: Robert Mucha: Wer meldet die Kids an? Die Schulen oder die Eltern? Oder die Kids? Sich selber?
01:18:54: Kind sein eigene Bewerbung schreiben. Klar machen die Schulen Vorschläge. Wir werben auch in den Schulen, Die Lehrer gehen auf Schülerinnen und Schüler zu.
01:19:08: Robert Mucha: Also so erreicht die Kids dann Genau.
01:19:10: Und darüber haben wir natürlich durchaus auch Anknüpfungspunkte zu den Kids. Und sie bewerben sich zur Juniorakademie, wo sie dann ja über relativ viele Jahre bleiben. Und begleitet werden.
01:19:45: Robert Mucha: Die Kids auch schon auf Social Media. Habt ihr Tiktok und Co oder.
01:19:49: wo die Kinder sind. Man könnte darüber nachdenken, ob man in Moscheevereine geht und sagt Also.
01:21:06: Robert Mucha: Da fällt mir direkt ein Ball und Körperschule von den Vereinen. Also da unser Kleiner ist beim SV Heilbronn in Frankenbach und da hast du die.
01:21:17: aber auch mit mit vielen einzelnen Projekten weiterbringen, können wir vielleicht auch noch mal auf einzelne Projekte eingehen.
01:22:39: Robert Mucha: Also auch da gibt es Angebote für die Schüler selbst, oder? Oder gehört das noch zu diesem Projekt?
01:22:44: ich war vor ein paar Wochen dort, als die Logonachrichten einen Beitrag dort gedreht haben.
01:24:36: gestalten.
01:26:31: Robert Mucha: Ich habe das für mich so interpretiert, dass auch ein Hintergrund oder Aufhänger dieses Roboterprojekts war, dass. Der durchschnittliche Redeanteil eines Grundschülers an einem Schultag, der sechs Stunden geht, zwei Minuten beträgt. Was mich relativ schockiert hat, also die Zahl, die ist echt so also klar ist 25 Schüler.
01:27:00: die zwei Minuten, die sind ganz oft. Darf ich aufs Klo gehen und wie viel uhr ist und wann ist Pause?
01:27:06: Robert Mucha: Und wahrscheinlich von 25 Schülern.
01:27:08: Marco Haaf: Und genau. Und das ist so auch ein Aspekt, wo man sagt okay, wenn wir zusätzlich also wir kennen das vielleicht noch aus unserer Schulzeit, da hat man im Englischunterricht so Kassetten besprochen. In vielen der weiterführenden.
01:27:22: Robert Mucha: Medienlabor an der Realschule war das bei mir.
01:27:25: mit Aufwand verbunden. Die haben wöchentliche Fortbildungen, Reflexionsgespräche dazu. Aber wir haben so viele tolle, motivierte Lehrerinnen und Lehrer an unseren Schulen, dass man mit solchen Projekten sehr offene Türen einrennt und und die auch bereit sind, sehr viel Aufwand.
01:28:21: Robert Mucha: In so einer konkreten Unterrichtsstunde vor Ort.
01:28:24: Marco Haaf: Genau, mache ich immer wieder.
01:28:26: zu sprechen, oder? Also ich gehe davon aus, dass die Drittklässler eigenständig, wenn sie eine Frage hatten, da aufstehen durften und hinlatschen.
01:28:37: mit Applied AI. Mit der Schwarz IT SCS.
01:29:06: Robert Mucha: Schwarz.
01:29:07: verbessern kann, die so eine Sprachbehinderung haben. Und das ist jetzt so ein schönes Projekt, wo man sieht, na ja, das kann man, wenn man es rein betriebswirtschaftlich betrachtet eigentlich gar nicht durchführen, weil damit kann man kein Geld verdienen.
01:30:47: Tag eine.
01:32:02: Robert Mucha: Veranstaltung ist, auch ein Fortbildungsseminar. Genau.
01:32:04: ändern.
01:34:00: dann hier nach Heilbronn kommen. Also was die Kolleginnen und Kollegen da in Veranstaltungen inzwischen an hochkarätigen Dingen in Heilbronn Veranstaltung veranstalten, ist wirklich toll. Und da sind wir auch stolz drauf. Wie bitte?
01:35:17: Robert Mucha: Auch ein Partyformat.
01:35:18: Marco Haaf: Auch ein paar.
01:35:21: Robert Mucha: Wörter dazu.
01:35:23: sich miteinander vernetzt, haben Ideen geschmiedet, Projekte weitergebracht.
01:36:06: Robert Mucha: Das sind so eure Tätigkeitsbereiche.
01:36:09: Dinge in der Kooperation mit den anderen Akteuren im Ökosystem zu machen. Ich glaube, das ist ganz wichtig, dass wir nicht so als als SingUlärer Akteur hier vor uns hinarbeiten, sondern die Situation in Heilbronn ist eine aus meiner Sicht einzigartige. Situation, die wir in Deutschland haben. Da sind sich.
01:37:25: deiner Sicht auch angemessen oft und häufig? Ja.
01:37:34: Sonst ist man als Schulleiter, als Lehrer ja oft Einzelkämpfer. Und wenn man hier aber gemeinsam was machen kann, ist das natürlich was ganz, ganz anderes. Was für uns natürlich auch schön ist, sind die die Offenheit der Akteure hier auf dem Bildungscampus. Also ob das jetzt 1142 ist, ein Epiphone Tomhn. Mit denen kann man ja ein Haus der Familie. Mit denen kann man ja ganz tolle Kooperationsprojekte machen.
01:38:59: bei solchen Institutionen eine Kooperation mit euch. Ihr seid keine Uni. Hab da so ein bisschen anderen Bereich, den ihr bespielt und wo ihr eure Bildungsangebote platziert. Dass das denen leichter fällt als miteinander. Ja.
01:39:17: nicht stattfindet, dann dann. Dann muss man es bleiben lassen. Ich glaube, die Menschen, die hier Verantwortung tragen in Heilbronn, die dürfen keine Einzelkämpfer sein, sondern die müssen diese Offenheit zu Kooperation haben. Und nur so können wir Zukunft gestalten. Und ich glaube, das ist ja so die Kernidee auch der Stiftung, dass wir alle gemeinsam Zukunft gestalten. Und deswegen ist uns im Haus das ganz wichtig, dass wir diese Offenheit haben.
01:40:30: du hättest einen Pik frei, dass du dir eine Lehrbildungsforschungsinstitutionen hier zusätzlich an den Bildungscampus hinwünschen darfst. Und die kommt dann auch. Wer wäre das? Was wäre das für eine? Jetzt haben wir hier so.
01:40:52: Marco Haaf: Viele.
01:40:52: Robert Mucha: Unis.
01:40:55: Bildungsbereich ist das durchaus ungünstig, dass es keinerlei Lehramtsstudiengänge gibt. Wenn man das anschaut am Seminar Heilbronn, wo die die Lehrerinnen und Lehrer die zweite Phase der Ausbildung machen, dann haben die natürlich durchaus Schwierigkeiten, Lehrer nach Heilbronn zu holen. Früher hat man auch gesagt, Heilbronn ist ein Durchgangsschulamt, da wird man, kriegt man nach der.
01:41:25: Robert Mucha: Wird man nicht alt.
01:41:26: Und deswegen kann ich jedes singuläre Wünsch dir was nachher auch umgesetzt werden. Was ich, wenn ich mir jetzt etwas wünschen dürfte.
01:42:42: Robert Mucha: Das war ja die Frage.
01:42:43: wir anbieten, wahnsinnig große Resonanz hat. Wir haben Studierende aus ganz Deutschland, die hierher nach Heilbronn kommen, berufsbegleitend bei uns studieren. Und hier gibt es durchaus den Wunsch, im Anschluss auch zu promovieren. Und das wäre zum Beispiel etwas, was durchaus funktionieren könnte und wo man jetzt nicht irgendwie einen Geografiestudiengang für Lehrämtler braucht. Vielleicht ist das ja einfach okay, dass das woanders läuft. Aber wenn hier.
01:43:28: CAS hier ist, also im CAS.
01:43:34: der ist in Deutschland natürlich durchaus ein bisschen stiefmütterlich.
01:44:34: Robert Mucha: Aber sofatutor kommt von der Unternehmertum, oder? Da werden dann schon Connections.
01:44:40: China, nach Singapur schauen, dann sind wir da Meilen hinterher. In Deutschland und.
01:45:07: Robert Mucha: Noch keine Lichtjahre.
01:45:11:
01:46:31: Robert Mucha: Du hast dieses Programm gerade erwähnt. Worum geht es?
01:46:34: man die Übungen gemacht.
01:49:01: sein. Und da müssen wir uns darauf fokussieren, unsere Hausaufgaben machen und da die Energie reinstecken.
01:51:07: Robert Mucha: Ich baue ja adaptive Lernsysteme für meine Tochter individualisiert auf die Klassenarbeiten. Das programmiert Lernapps mit Klassenarbeitsgeneratoren und was weiß ich, was auch so erklär. Beispiele. So was in die Richtung für alle.
01:51:23:
01:52:31: Robert Mucha: Ich habe jetzt in deinen Ausführungen zu dem was da im. Macht, was ihr macht, auf wen ihr euch da fokussiert. Entweder was überhört oder kam es tatsächlich nicht vor? Eine aus meiner Sicht auch relevante Stakeholder Gruppierung Kommste drauf, was es sein könnte? Ich meine die Eltern. Die auf dem Schirm?
01:52:57: in diesem Bereich früher Medienbildung, heute dieser ganze Bereich. Digitalität ist natürlich schon was, wo man Eltern mit, mit mit auf dem Schirm haben muss. Ja. Denn da waren Eltern wirklich viel falsch. Muss man auch ganz ehrlich sagen.
01:54:22: Was ist bezogen auf dieses Lern und Bildungssystem Ökosystem des Kindes des Jugendlichen das größte Defizit der Eltern hier in Deutschland?
01:54:43: Auto kommen. Fahr rechts. Hebt den rechten Arm aus Klingel usw. Ja, wenn Eltern mit dem Kind in Mediamarkt gehen und ihm ein Smartphone kaufen, dann kann auch der Satz fallen oder Du kannst es ja eh besser als ich. Und ähm, ja, ähm, ich kann dir da eh nicht helfen, Das kannst du besser.
01:55:53: übergriffig, aber so, dass sie sich interessieren für das Tun?
01:56:07: Eltern und man hat so einen MultiplikatorenEffekt.
01:58:03: Robert Mucha: Auch wieder in die Ball und Bewegungsschule und die da abholen vielleicht.
01:58:07: die die gedruckte Tageszeitung morgens auf dem Küchentisch liegt und Nachrichten darüber, sondern dass man Nachrichten über soziale Medien bekommt und dadurch halt algorithmusgesteuert sich Dinge verstärken. Ich sag mal, du kennst die Problematik und das halte ich für eine viel größere Gefahr bei diesem Thema Datenschutz und Datensouveränität. Ich glaube, da sind sie deutlich verantwortungsbewusster.
01:59:58: vergisst.
02:00:02: Marco Haaf: Oder die falschen Dinge vergisst. Also ich glaube schon, dass das Internet vergisst, aber man kann es halt nicht steuern. Und vor allem nicht, wie es dazulernt.
02:00:15: Robert Mucha: Wo ist denn die, ähm, in fünf und in zehn Jahren? Und was ist.
02:00:19: und hier natürlich so eine Art Brückenbauer sein können. Also von daher könnte man es vielleicht so sagen mitten auf dem Bildungscampus. Aber als Brückenbauer in der Bildungslandschaft unterwegs.
02:02:43: ausgezeichnet zu sein. Da bewirbt man sich wahrscheinlich nicht.
02:03:05: Marco Haaf: Da kann man sich nicht drauf. Um Gottes Willen, sondern ich habe irgendwann morgens den Newsletter aufgemacht und war bin selber umgefallen, als ich das gelesen habe. Man freut sich natürlich, wenn wenn wenn so ein Qualitätsmedium wie.
02:03:20: Robert Mucha: Aber gab es da vorher irgendwie einen Kontakt zu dem Medium, eine redaktionelle Anfrage oder so? Also die hatten das irgendwo.
02:03:26: weiß, wer die sind. Das ist ja klar, dass. Sonst würden sie ja auf die Idee nicht kommen. Aber, und und die Redaktion dort kommt auch mit Fragen auf uns zu. Also jetzt ein ein Beispiel, wo Table Media sehr ausführlich berichtet hat, sind die ganzen Aktivitäten, die wir mit John Hattie zusammen gemacht haben.
02:03:55: des Pädagogik und Bildungsbereichs.
02:04:02: wir uns einfach, dass es gesehen wird. Klar ist es eine Auszeichnung für einen selbst, aber auf der anderen Seite Ich sehe es eher viel mehr, dass die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen hier in der AIM durch so was auch wertgeschätzt wird. Aber das ist jetzt nichts, wo wir uns eine Plakette an die Tür heften müssen, sondern wir lassen uns daran messen, welchen Impact unsere Arbeit hat.
02:05:54: dich? Vorstellbares. Zuerst war es in der Schule. Schulleiter, Rektor etc. pp. Jetzt hier an der AIM Geschäftsführer. Der nächste Step dann auch so Bildungsunternehmer zu werden wie John Hattie.
02:06:18: Marco Haaf: Nee.
02:06:19: Robert Mucha: Also das jetzt ohne zu sagen, ich weiß nicht, wie talentiert er ist im Pädagogik und Bildungsbereich, aber du hast.
02:06:26: bin ich sicherlich nicht. Um Gottes Willen, Möchte ich auch gar nicht.
02:06:34: Robert Mucha: Muss man aber auch nicht sein, Um.
02:06:36: einem Menschen gar nicht machen.
02:08:02: Robert Mucha: Gibt es irgendein Thema? Eine Frage? Fragen, die ich dir noch nicht gestellt habe, über die wir nicht gesprochen haben, die da gerne beantwortet wüsstest oder beredet?
02:08:13: Marco Haaf: Hm, hm, nee, ich glaube, es sind wirklich sehr breit und haben auch.
02:08:21: Robert Mucha: Mit dem Wunsch deiner Frau sind wir auch entgegengekommen.
02:08:23: Marco Haaf: Ja genau.
02:08:24: Robert Mucha: Nichts Privates besprochen.
02:08:26: Stadt gesprochen. Die Stadt wird ja nicht nur positiv gesehen. Und ich glaube.
02:08:37: Robert Mucha: Was aber auch wichtig ist.
02:08:38: für eine Stadt dieser Größe absolut sensationell ist. Also ich glaube, wir haben ein sehr. Mit dem WKO, mit dem Symphonieorchester. Also wirklich tolle, tolle Angebote. Und wir haben aber glaube ich zum Beispiel, wenn wir jetzt auch Studierenden Umfragen anschaut in diesem Bereich aktivem und passivem Sport treiben durchaus Luft nach oben.
02:09:56: Gastroangebot. Es gibt keine Studentenkneipe, so eine. Was schwierig ist für eine Stadt, die ich.
02:10:07: der ETH auch anders sein.
02:10:31: Robert Mucha: Und für mich sind die aktivsten Studierenden hier im Heilbronner Stadtbild. Ich kann mich vertun subjektiv die vor die zwei Studenten von der 42.
02:10:41: nicht die Nachfrage alleine das Ganze entwickeln kann, sondern da müssen muss der Mittelstand, müssen die Unternehmer hier in Heilbronn auch Verantwortung übernehmen, dass sie sagen okay, vielleicht wäre es ja toll, wenn wir Eishockey zweite Liga hätten? Vielleicht. Ich weiß nicht, ob der Fußball höherklassig spielen muss oder?
02:11:53: Robert Mucha: Unbedingt.
02:11:54: dass man zum Beispiel hier nicht die gleichen Fehler macht, die man in NeckarsUlm beim Aqua Toll Neubau gemacht hat.
02:13:36: ich glaube, es ist.
02:15:00: Robert Mucha: Besser in der Stadt sagen manche.
02:15:03: ist ja toll.
02:15:31: Robert Mucha: Also ich widerspreche ich dir nicht.
02:15:33: Marco Haaf: Wir müssen uns da nicht nicht verstecken. Und klar haben wir Hausaufgaben, aber ich glaube, es gibt auch viele Handelnde in der Stadt, die da bereit sind, es anzugehen und uns positiv gestalten.
02:15:50: Robert Mucha: Entweder oder.
02:15:52: Marco Haaf: Gerne.
02:15:53: Robert Mucha: Klassisches Klassenzimmer oder KI gestützte Lernraum.
02:15:57: Marco Haaf: Ki gestützter Lernraum.
02:15:58: Lernen?
02:16:02: Marco Haaf: Beides nicht.
02:16:04: Robert Mucha: Noten abschaffen oder reformieren?
02:16:07: Marco Haaf: In den Nebenfächern reformieren. In den Nebenfächern abschaffen. In den Hauptfächern dringend notwendig.
02:16:15: Robert Mucha: Sprachförderung analog oder digital.
02:16:18: Marco Haaf: Analog.
02:16:19: Robert Mucha: Gymnasium oder Gemeinschaftsschule?
02:16:21: Marco Haaf: Gymnasium.
02:16:22: Robert Mucha: Bildungsplan Straffen oder erweitern?
02:16:26: Marco Haaf: Straffen.
02:16:29: oder Aimgeschäftsführung.
02:16:32: Marco Haaf: Heute im Geschäftsführung.
02:16:34: Robert Mucha: Unterrichten oder gestalten. Gestalten Einzelschule prägen oder System verändern.
02:16:41: Marco Haaf: System verändern.
02:16:43: Robert Mucha: Lokale Wirkung oder überregionale Reichweite?
02:16:50:
02:17:02: Robert Mucha: Bildungscampus oder Neckarufer, Bildungscampus oder Experimenta.
02:17:08: Marco Haaf: Experimente.
02:17:09: Robert Mucha: Biokonferenz oder kleines Seminar. Biko Heilbronn 2026 oder Heilbronn 2036.
02:17:19: Marco Haaf: Heilbronn 2036.
02:17:21: Robert Mucha: Rudern oder Rennrad? Heute Rennrad Trainer sein oder selbst trainieren.
02:17:29: selbst trainieren. Früher Trainer sein.
02:17:34: Robert Mucha: Olympiasieg in Rio von Carina oder bei der U 23 WM 99 als Trainer. Silbermedaille.
02:17:46: Marco Haaf: 99 war toll. 99 Silber.
02:17:49: Robert Mucha: Talente finden oder Talente.
02:17:51: geguckt. Auf so einem kleinen Bildschirm werde ich nie vergessen diesen Sommer, weil ich nicht unterscheiden konnte, wer wer ist.
02:18:38: Robert Mucha: Talente finden oder Talente fördern, fördern, Einzelsport oder Mannschaftssport? Mannschaftssport Neckar oder Jagst oder Kocher jagst. Morgenmensch oder Nachtmensch?
02:18:51: Marco Haaf: Morgenmensch?
02:18:52: oder Ortschaftsrat?
02:19:01: Marco Haaf: Kreistag.
02:19:02: Robert Mucha: Ki als Chance oder als Risiko?
02:19:05: Marco Haaf: Als Chance?
02:19:07: Robert Mucha: Evolution oder Revolution im Bildungssystem?
02:19:11: Marco Haaf: Evolution.
02:19:12: Robert Mucha: Optimist oder Realist?
02:19:14: Marco Haaf: Optimist?
02:19:17: Robert Mucha: Breite Bildung oder Spezialisierung.
02:19:22: Marco Haaf: Als Grundlage. Breite Bildung.
02:19:25: Robert Mucha: John Hattie oder Gerald Hüther?
02:19:27: Marco Haaf: John Hattie.
02:19:28: oder pädagogische Intuition.
02:19:32: Marco Haaf: Evidenzbasierte Schulentwicklung.
02:19:34: Robert Mucha: Professionelle Führung oder Basisdemokratie, Professionelle Führung. Datennutzung oder Datenschutz?
02:19:40: Marco Haaf: Datennutzung.
02:19:43: Robert Mucha: Wissenschaft oder Bauchgefühl?
02:19:45: Marco Haaf: Wissenschaft?
02:19:46: Robert Mucha: Schulsystem Reformieren oder neu erfinden.
02:19:49: Marco Haaf: Neu erfinden.
02:19:53: Robert Mucha: Bis in den Ruhestand ein CEO bleiben Oder vorher irgendwann noch mal was Neues wagen.
02:20:01: über den Ruhestand hinaus Auf dem Bildungscampus bleiben.
02:20:07: Robert Mucha: Herzlichen Dank. Wir sind durch. Über zwei Stunden. Ging schnell. War sehr interessant. Hat Spaß gemacht.
02:20:13: Marco Haaf: Ja, ich sage vielen Dank. Hat mir auch richtig Spaß gemacht. Und ich hoffe, dass wir auch vielleicht gemeinsam dazu beitragen können, diese Stadt 2036 und dieses Bildungssystem. Vielen, vielen Dank, Robert.
02:20:29:
02:20:30: Marco Haaf: Ciao.
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