Originalteile-Podcast - Folge #55 mit Franz-Josef Mattes (Architekt)

Shownotes

In der Folge #55 des Originalteile-Podcasts haben wir Franz-Josef Mattes zu Gast. Der Architekt und Heilbronner spricht über seine Leidenschaft für Architektur, die Besonderheiten der Baukunst in Heilbronn und seine inspirierende Reise nach Rotterdam.

Franz-Josef teilt seine Gedanken über die Bedeutung von Architektur für die Lebensqualität und wie sie das tägliche Leben in der Region beeinflusst. Ein tiefgehendes Gespräch, das nicht nur für Architektur-Enthusiasten interessant ist, sondern für jeden, der sich für die Gestaltung und Entwicklung von Heilbronn interessiert.

Erfahrt mehr über Franz-Josef Mattes' Ansichten zu nachhaltiger Architektur, städtischer Entwicklung und die Rolle der Architektur in der Schaffung einer besseren Zukunft für Heilbronn.

Infos zur Arbeit von Franz-Josef Mattes und seinen Partnern: www.mrw-architekten.de

Audio: Philipp Seitz (www.philipp-seitz.de)

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Transkript anzeigen

ORIGINALTEILE-55-MATTES-06-10-23.mp3

Speaker1: Herzlich willkommen zu Originalteile dem Leute Podcast aus Heilbronn und der Region vom Autozentrum Hagelauer mit Gastgeber Robert Mucha.

Speaker1:

Speaker1: Auch. Pingback da und mehr.

Speaker1:

Speaker1: Herzlich willkommen zu Wir haben es gerade rausgefunden Folge 55 von Originalteile Podcast. Wie immer unterstützt vom Autozentrum Hagelauer, die am 20. Oktober ein Fahrradladen eröffnen in der Südstraße im Autohaus nicht nur E Bikes, sondern auch ganz traditionelle, nur mit Muskelkraft und Pedal. Aber da kann man in Zukunft eben auch wenn man fahrradmäßig Unterstützung braucht, vorbei. Und ich freue mich seit über dreieinhalb Jahren über die Unterstützung von den Hagelauers. Und jetzt begrüße ich meinen heutigen Gast Franz Josef Mattes. Herzlich willkommen! Schön, dass du dir Zeit genommen hast. Wir haben gerade im Vorgespräch erfahren Du bist frisch aus Rotterdam zurück und mit vielen Eindrücken, da reden wir bestimmt auch noch drüber. Aber zu allererst dürfen sich alle Gäste kurz selbst vorstellen, damit unsere Zuhörer Zuhörerinnen erfahren, wer da sitzt.

Speaker1:

Speaker2: Ja, wer sitzt da? Da sitzt Franz Josef Mattes, Architekt, gebürtig in Neckarsulm, Also weit, weit weg. Habe in Stuttgart dann studiert. In den 80er, Ende 80er, Ende 70er, 80er Jahre dann und bin dann 84 fertig worden im Studium. Jo und dann haben wir 1986. 7. 06. den Wettbewerb fürs Technische Rathaus gewonnen. Weiß ich, weil das mein Polterabend war eigentlich. Und dann wussten wir ja, wie es weitergeht. Ja, genau. Und dann, eigentlich dann bin ich von Stuttgart, wo ich gearbeitet habe, wieder nach Heilbronn zurück.

Speaker2:

Speaker1: Oh, du warst noch nicht selbstständig? Überhaupt nicht.

Speaker1:

Speaker2: Ich war ja gerade im Studium mehr oder weniger fertig.

Speaker2:

Speaker1: Ja, genau. Er hat sich gerade ein Fragezeichen gebildet in meinem Kopf.

Speaker1:

Speaker2: Und das war dann eigentlich auch so die DNA des Büros, dass mir eher, ich sage mal, so ein bisserl studentisch unterwegs waren. Und ich hoffe, dass ich von dem noch ein bisschen was in dem 30, bald 40 Jahre noch kalten hat. Ja, also wie gesagt, das war der Einstieg in Heilbronn. Auch interessant. Das war zu Zeiten. Der Wettbewerb war in der heißen Phase genau, als Tschernobyl hochging. 26. April. Exakt. Wir saßen da. Also es war ein wunderbares Maiwetter oder einfach 1. Mai usw. Wir saßen aber beim Kollege Eisele, mit dem ich in Stuttgart zusammen geschafft habe, im Büro bei Weitbrecht Volz, wo der Herr Voltz Heilbronner ist. Und der hat gesagt, das machen wir auf gar keinen Fall In Heilbronn kann nicht Bauer Und da hab ich gesagt, machen wir es selber. Das heißt, mir war nicht zugelassen, haben aber dann quasi ein U Boot Architekt gehabt, der uns dann übernommen hat. Und so haben wir dann der erste Preis gewonnen. Jo und das war quasi der Einstieg hier in Heilbronn wieder zurück.

Speaker2:

Speaker1: Also das war gar nicht so der Plan nach dem Studium wieder in die Heimat zurück.

Speaker1:

Speaker2: Also ich komme aus dem Auto, mein Vater war Architekt und ich aber dann früh gestorben und solange er gelebt hat, habe ich dachte mache nie also so was, ne. Als er dann gestorben war, habe ich dachte ja, das mache ich jetzt Und ich war ehrlich gesagt froh. Warum? Ja, weil ich einfach gesehen habe.

Speaker2:

Speaker1: Wie es geht. Okay, also.

Speaker1:

Speaker2: Ja, klar, darauf komme ich gerade noch. Ich glaube, erstens mal siehst du, was er macht? Nämlich? Das war natürlich. Es war bei uns zu Hause so, es war im Haus. Er war One Man Show. Ja, Und zumindest Mittagessen und Kaffee war er dann da. Aber sonst war er halt nicht präsent. Respektive kamen irgendwelche Kundschaften zu unserem Haus, wo wir Kinder dann wieder irgendwo uns verdrücken mussten. Also du hast einfach gemerkt, das ist halt ziemlich wichtig. So, ich würde auch Nö, muss ich jetzt nicht und ich glaube, ich mache es genau so! Also die Prägung ist ziemlich durchschlagen. Man kann sich nicht dagegen wehren. Ich will mir ehrlich gesagt auch gar nicht dagegen wehren. Also meine Frau hätte es vielleicht ab und zu gerne. Aber wenn du meine Kinder fragst, ich glaube, die sind auch ganz gut.

Speaker2:

Speaker1: Die müssen sich nicht irgendwo in Ecken verdrücken. Nö, die haben.

Speaker1:

Speaker2: Sie jetzt alle nach Berlin verdrückt und so, und das ist jetzt alles in Ordnung? Ja, gut.

Speaker2:

Speaker1: Okay. Auf den beruflichen Werdegang und was ihr da oder du geschafft hat, kommen wir auch noch. Aber erzähl mal von deiner. Habt ihr in Neckarsulm dann immer gewohnt? Auch oder da in der Nähe? Oder war die Heilbronner und NeckarsUlmer.

Speaker1:

Speaker2: Komplett anders und das war dann auch so? Also ich war im Schwimmsport relativ erfolgreich. Roland Halter, der jetzt Bürgermeister in Berlin ist. In Berlin Quatsch. In Jagsthausen ist. Der war damals so ein Schwimmkollege. Also wir waren, glaube ich, ganz gute Mannschaft in Neckarsulm, die natürlich immer gegen Heilbronn geschwommen hat. Und das war so eine Prägung auch immer, dass man immer gesagt hat, ja, die in Heilbronn, also das war so aus Neckarsulm, warte. Und dann bin ich dort groß worden. Natürlich war war natürlich auch katholische Stadt, Ministrant von A bis Z, also bis zum Abitur und bin dann Studium nach Stuttgart. Und wie gesagt, eigentlich war der Plan ich bleibe in Stuttgart oder woanders und dann kam halt dieser Wettbewerb quer.

Speaker2:

Speaker1: Und wie war deine Jugend in Neckarsulm? Wann hat es dich mal wunderbar nach Heilbronn verschlagen? Ab wann oder gar nicht?

Speaker1:

Speaker2: Weil also ja.

Speaker2:

Speaker1: Es hat dann mit Schwimmen, oder?

Speaker1:

Speaker2: Ja, ja, nein. Es war so, wir waren uns blöd geil, wir waren uns selber genügsam. Also das war so man war entweder schon wettbewerbs jede Woche unterwegs beim Schwimmen oder du warst sowieso in der Trainingshalle oder du warst mit der Ministrant unterwegs. Das war so meine Welt, und da war ich eigentlich. Mit denen ich im Gymnasium war. Das sagt doch alles. Ja, das war so alles.

Speaker2:

Speaker1: Und erst auch in der Jugend. Dann nicht nach Heilbronn, weil es da die größeren Discos gab usw. Und wie ist man da hingekommen? Anhalter.

Speaker1:

Speaker2: Fahrrad. Fahrrad. Fahrrad war das Thema? Ja.

Speaker2:

Speaker1: Und wo hat es dich da dann hingezogen? Gibt es manche Läden noch?

Speaker1:

Speaker2: Es gab mal wie heißen die Paulinenstraße. Da gab es so einen Keller runter. Da war irgendwie was. Dann waren wir da. Gibt es so was wie. Wie? Königsknawi hat jetzt keine Kaffeeküche oder ne Pilzkneipe König oder so irgendwas.

Speaker2:

Speaker1: Köpi Ja.

Speaker1:

Speaker2: Irgendwie so was. Und? Po. Du fragst mich Sachen. Ehrlich gesagt war das damals so, dass man sich eher bei anderen zu Hause getroffen hat. Also habe ich es damals erwähnt. Du hast euch da andere Vita. Das habe ich schon gehört. Aber bei uns war das nicht.

Speaker2:

Speaker1: Ich war auch Leistungssportler. Also ich war am Wochenende dann auch unterwegs und da gut eingespannt. Aber ja, in diesem einen Keller, da habe ich ja.

Speaker1:

Speaker2: Ich erinnere mich noch, aber das war dann eher zu Zeit, wo dann das Abi Zugang habe ich schon, dann hat sich eh alles verlaufen. Also dann. Ich bin dann Ich bin dann eben nicht zum Bund, sondern zur Feuerwehr. Musste am Wochenende dann über Neckarsulm dran sein usw war aber gut, war sehr gut, weil du einfach weil ich dadurch auch mit Menschen in Kontakt war, mit denen ich sonst nicht in Kontakt gekommen wäre. Genauso wie in der Feria habe ich auf dem Bau gearbeitet. War super.

Speaker2:

Speaker1: Aber wie ist denn das? Ich wollte gerade eigentlich fragen er Und wann hast du denn mal so das erste Mal die Region verlassen und so über diesen Tellerrand geblickt? Und in dem Moment sagst du Dadurch, dass ich so viel in Neckarsulm sein musste, habe ich Leute kennengelernt, die ich sonst nie kennengelernt hätte. Also hatte das da im Ort bleiben so einen ähnlichen Effekt.

Speaker1:

Speaker2: Dass mit dem im Ort bleiben war ich auch relativ, weil ich war dann halt im Schwimmkader in Baden Württemberg und dann komme ich in Lehrgänge, in Wettbewerbe sowieso immer rum. Dann war ich in der Schweiz, in Frankreich irgendwie so, das war natürlich wieder auch mal.

Speaker2:

Speaker1: Wie die Schwimmhallen da aussehen oder hab da auch ein bisschen was.

Speaker1:

Speaker2: Das war auch spannend. Die Schwimmhallen, ja, das ist aber also alles Mögliche. Da erinnerst dich natürlich ja Tula Bad in Feuerbach in in Berlin, dann im Schöneberger Schwimmbad usw das waren dann schon schöne. Wir waren besser Sommer waren wir mal schwimmen. Glaube ist das nicht Partnerstadt oder irgendwie so was passiert. Ja nee, also irgendwie so ist immer rumgekommen, auch in der Schweiz. Österreich Ja so, das waren so und dadurch kriege ich so ein bisschen so Ahnung natürlich, klar, die Schwimmhalle und vielleicht, wenn du Zeit hast, mal rauszugehen.

Speaker2:

Speaker1: Und haben dich da die Schwimmhallen, weil du gerade gesprochen hast, dass die sich so irgendwie auch eingeprägt haben, auch schon architektonisch irgendwie interessiert Oder gab es da manche, die das schöner fandest, lieber drin geschwommen bist? Und lag das vielleicht dann in der Nachbetrachtung, weil es damals gar nicht so bewusst auf dem Schirm hattest an der Architektur des Schwimmbads oder wo war es ganz schlimm?

Speaker1:

Speaker2: Ich war leider nie in der Schwimmhalle, wo ich gerne geschwommen hätte. Das war das Olympiabad in München. Das fand ich ganz große Klasse, was damals passiert ist. Also das war so, da war ich, Wie alt war ich da? 13 Jahre. Also das heißt, du hast es im Fernsehen erlebt und ich fand das jetzt spannend, als vor ein, zwei Jahren wieder so eine Europameisterschaft oder so was war in München, wo sich quasi 50 Jahre, also wo sich München dann wiederholt hat und wie es immer noch funktioniert hat, also das heißt, das fand ich eigentlich so Bestätigung, eigentlich ziemlich nachhaltige Anlage. Man rede ja über Olympia und das ist alles wiederverwendbar. Ich glaube, dass es, dass es wunderbar funktioniert hat. Es war natürlich auch architektonisch und für das Erscheinungsbild Deutschlands in der Welt glaube ich, einfach ein ganz neues Bild, was Deutschland da gegeben hat, auch durch die Architektur. Und da kann ich nur sagen Hut ab vor Behnisch und Kollegen, die das damals gemacht haben, das ist was, da können wir stolz drauf sein.

Speaker2:

Speaker1: Aber du selber, als aktiver jugendlicher Schwimmer, der da rumgekommen ist, hat es da noch.

Speaker1:

Speaker2: Ja, also da bin ich leider nie. Das wäre ein Traum gewesen, dort zu schwimmen.

Speaker2:

Speaker1: Diese Berliner Schwimmhalle, die hatte ich ja wahrscheinlich eher gereizt, weil da war die Münchner, weil das die Größte war.

Speaker1:

Speaker2: Natürlich, das war ja dann hier ist immer dieser Wettbewerb Jugend für Olympia, Wie heißt Jugend? Jugend trainiert für Olympia. Genau. Da waren wir dann also zweimal in Berlin. Siegreich war großartig.

Speaker2:

Speaker1: Und.

Speaker1:

Speaker2: Damit bis zum Beispiel auch umkommen. Ja, damals war natürlich askanischen Platz, war irgendwie so Jugendhotel, wo man untergebracht waren und da bin ich da auch rumgefahren wurde in Berlin und da reinfliege und so, das war damals schon ein ziemliches Erlebnis.

Speaker2:

Speaker1: Also hast du durch den Sport Einblicke in die Welt bekommen?

Speaker1:

Speaker2: Begrenzt, aber.

Speaker2:

Speaker1: Ja, aber was anderen verwehrt blieb, die jetzt vielleicht hier nicht, also nicht so erfolgreich sind und dann im.

Speaker1:

Speaker2: Abitur nach Berlin gekarrt wurden, um dann da mit der Autobahn dadurch.

Speaker2:

Speaker1: Und du hattest. Aber damals oder wann begann dann tatsächlich das Faible für Architektur? Also du meintest, du hast dann gewusst, wie es geht. Irgendwie. Woran lag es denn?

Speaker1:

Speaker2: Wusste aber nicht, wie es geht. Ich habe also es war dann so, dass ich mit dem Abitur da habe ich dann. Da habe ich dann plötzlich gesagt Ja, das ist jetzt und das machst jetzt. Und das probieren wir jetzt. Und das war dann auch wirklich großartig. Also ich konnte mich dann frei machen von dem, was ich von meinem Vater gesehen hatte. Nicht, dass es schlecht war. Überhaupt nicht. Es war ein.

Speaker2:

Speaker1: Bild.

Speaker1:

Speaker2: Ein Architekt.

Speaker2:

Speaker1: Das war alleine zu Hause rum.

Speaker1:

Speaker2: Und genau das war das Bild, was ich hatte. Und und das war dann spannend an der Uni. Einfach mit vielen anderen sich erst mal der Architektur zuwenden. Also es gibt dann Professoren, die vielleicht irgendwie charismatisch irgendwas erzählen könne und die dich fesseln. Und so hatte ich einfach paar Erlebnisse. Das hat mich dann wirklich begeistert und auch das Zusammenarbeiten mit anderen. Das fand ich damals großartig. Es gab Arbeitsplätze, wo du einfach warst, wo du in der Nähe von der Uni weit weg warst und da war dann eine Tischtennisplatte, Kicker oder Maut und alles Mögliche. Und Open.

Speaker2:

Speaker1: Source damals.

Speaker1:

Speaker2: Schon. Ja, das war's. Aber es war auch klar Du spielst nicht bis um 10 bis 12 in dem. Das war die Du bist nur noch zum Schlafen ins den Gang ins Appartement. Ansonsten warst du eigentlich dort und das war. Das war eine grandiose Ausbildung, auch weil jeder mit anderen Punkten dann kam. Und so warst du immer im Austausch über irgendwas, was du nicht gewusst hast, hat er gewusst und er starb schon mal gesehen. Und das fand ich. Das finde ich das, was ich heute noch immer spiele, gerne das Ping Pong Spiel. Du musst einfach gucken, was geht, wo und wer kann dir wieder was geben.

Speaker2:

Speaker1: Ist das? Weißt du? Das weiß ich nicht. Vielleicht hast du da Einblicke. Heute auch noch so im Architekturstudium, dass das verlangt wird, gefordert wird, so gehandhabt wird in der Ausbildung, das ist ein ganz Wunder Punkt.

Speaker1:

Speaker2: Ja schon echt Wunder Punkt. Also weil ich erlebe, wenn sich junge Kollegen hier bewerben. Dann fällt mir da Ah, der Praxisbezug. Ich finde, es ist. Als Architekt bist du erst mal jemand mit einem gesunden Halbwissen. Aber du weißt nichts, weil du musst so viel wissen und du weißt nicht. Und du bist also angewiesen auf diejenige, die mit dir das realisieren, was du den Bauherren versprochen hast. Du gehst erst mal eine riesen Sache. Ich sage, ich ihr macht das. Ja, ich mach das gut. Aber das kriegst du nur hin, wenn du die Handwerker dazu bringst, deine Gedanken zu verstehen und das umzusetzen. Und dazu muss sie.

Speaker2:

Speaker1: Architekten und Handwerker sprechen. Unterschiedliche Sprachen, Teilweise, oder?

Speaker1:

Speaker2: Ja, und genau deshalb ist es eminent wichtig. Das war meine Grundlehre, dass er einfach in der auf dem Bau Gange bin und mit denen gesprochen habe und und das ist was, wo ich denke, das fehlt heut. Das tut mir in der Seele manchmal weh, weil einfach wir was zeichnen, wo ich einfach sage halt mal geht es so, der muss es ja machen, was du hast in dem verfluchten Computer kannst du nicht bis auf Mikro weiß der Teufel was. Es ist alles Illusion. Du musst es nachher bauen können und das ist entscheidend. Und da bin ich echt ein bisschen entsetzt über das, was manchmal den jungen Kollegen gelehrt wird. Und das zweite ist natürlich auch die Motivation, sich so auseinanderzusetzen. Wie hast du das Buch gelesen, hast du das geschaut oder so? Das vermisse ich auch ein bisschen. Also das ständige Interesse, das ständige Gucken, was geht, was geht, wo geht was.

Speaker2:

Speaker1: Da war das damals Teil der Ausbildung oder war das von dir auch so? Hat es sich für mich angehört? Ja, freiwillig. Dich hat's da rausgezogen, weil du dich austauschen wollte, es gucken wolltest, sehen wolltest, wie es dann tatsächlich gebaut wird etc. pp. Oder war das erstens.

Speaker1:

Speaker2: So, dass du nicht als Bauarbeiter so gutes Geld verdient hast? Das muss man einfach sagen. Und zum zweite ist da natürlich schon darum gegangen, einfach zu wissen, wie geht was. Das war schon so, also dann bin ich mal beim Eiser bindet, dann bin ich beim Maurer und erste Maurer ist glaube ich der eingerissen war, weil der Architekt der Plan falsch vermasst war. Das war auch schöne Lehre. Ja, also lauter solche Dinge und du sprichst mit den Menschen, Das ist du bist ja dann um neun. Ist Vesper also geschwächt oder so, weil du bist ja der Stift ist egal, ist alles gut, das Marsch. Und die haben natürlich auch ein Bild von dir. Aha, der Herr Abiturient. Und so ist bei der Feuerwehr genau das Gleiche gewesen. Aber das meinte ich vorhin. Das ist eine gute, gute Lehre, sich mit Menschen zu unterhalten und die für irgendwas zu gewinnen, was du möchtest, was du denkst, was einfach wichtig und gut ist. Als wir hier den Wettbewerb gewonnen haben für dieses technische Rathaus, da haben wir ja nichts gewusst. Wer heute gar nicht mehr möglich gewesen. Wir haben.

Speaker2:

Speaker1: Dann aber hat man alles bauen können, was ihr damals so.

Speaker1:

Speaker2: Ja, spannend ist. Ja, da steht ja noch und ich glaube, das ist nach wie vor ziemlich zeitloses Gebäude. Also es ging auch deshalb, weil wir uns mit den Bauarbeitern dann ständig upgedatet haben. Was? Was glaubt ihr, wie man das hinkriegt usw. Ja, also das, das war für mich so ein prägendes Ereignis. Du kriegst was hin, wenn du Leute überzeugst.

Speaker2:

Speaker1: Und hast du mehr von deinen Professoren oder von Bauarbeitern auf der Baustelle gelernt für deinen Beruf?

Speaker1:

Speaker2: Ich hatte einen ziemlich gute Assistent. Der hat mir so während meinem Diplom betreut und. Der war sehr in Architekturtheorie interessiert und und der Professor, das war so ziemlich der letzte Jahrgang, der mir da waren, der war natürlich auch charismatisch. Das war, das war ein echter Schwabe, aber Pfundskerle. Das hat mich schon motiviert. Mich. Also wenn du so jemanden hast, dann bin ich angezündet. Und das war zum Beispiel. Das hab ich nie gespürt, so was. Ab dem Moment aber, wo ich da im Studium war, war ich angezündet. Und da war ich beseelt von dem Ganzen. Ja, und? Ja, das das prägt dann. Und das ist ein Feuer, das hoffentlich lange hebt und was immer wieder genährt werden muss durch zum Beispiel nach Rotterdam fahren oder sonst wie, Dinge einfach ständig gucken. Also im Sommer war man in Oslo. Hh Ein Traum? Ja, in Kopenhagen. Aarhus Oh, da kann ich ja nur davon träumen.

Speaker2:

Speaker1: So Trips machst du pro Jahr so Architektur, Bildungsreisen.

Speaker1:

Speaker2: Also ich hoffe dann immer, dass sie zu Hause erzählen, wir fahren in Urlaub, weil da ist schön. Ich weiß nicht, dass man da was sehen dabei. Meine Frau weiß das ja mittlerweile. Ja, also die Kinder haben es dann auch gespürt und die zehre heute noch davon. Ja, ich denke einfach. Wo Architektur ist, ist Kultur und das ist immer gut. Das interessiert dann jeden, glaube ich. Wie oft ich das mache. Also zweimal, vielleicht mindestens dreimal. Es ist egal, wo ich hinkomme, weil sie mindestens irgendwo. Da muss ich mal hingehen. Bad Aibling wäre es ein ganz spannender Ort, hinzufahren. Da wird gerade experimentell gebaut, da gibt es echt ambitionierte Baufirma, die das auch unterstützt. Das wäre das nächste Ort, wo ich hinfahre.

Speaker2:

Speaker1: Okay, Und zieht sich dann, was so Urlaubstrips angeht, auch mehr in urbane, städtische Regionen als aufs Land. In die Natur, Ja. Ja, kann.

Speaker1:

Speaker2: Ich so sagen. Ja. Ja.

Speaker2:

Speaker1: Was hat sich denn seit 1986, als ihr den Wettbewerb gewonnen habt, am meisten in deinem Beruf verändert? Was war für dich vielleicht das Schwierigste, sich da neu anpassen zu müssen?

Speaker1:

Speaker2: Als wir damals den Wettbewerb gewonnen haben, war Digitalisierung noch gar nichts. Also das ist alles mit handgezeichnet worden und damals war Chdk Cockpit Edit Design oder so was. Also auf dem Kopierer da immer alles gemacht, aber sonst? Das war's. Aber die Idee, die dahinter steht, die finde ich nach wie vor gleich. Da muss ich einfach. Also ich verwende weiterhin die Skizzenrolle und schaffe an dem, da wächst was auf dem Papier und das muss man immer, immer, immer weiter bearbeiten Und das läuft halt bei jungen Kollegen natürlich alles im Computer. Für mich ist das immer noch, muss ich gestehen, fremde Welt. Ich kann da gucken und kann da mitmache und alles. Aber es ist nicht das, was ich spüre, wenn ich zeichne, wenn ich skizziere, wenn ich mir da sitzt und mit mir selber red oder so was denke, vielleicht auch noch der dumme Tisch. Was macht denn der da? Aber das ist dann so, da komme ich dann irgendwann mal dahin. Aha, was ist denn jetzt die Idee? Wo geht es denn darum? Wo kann ich noch mal klarer werden? Das ist das.

Speaker2:

Speaker1: Also ist es vielleicht. Ich hatte auch mal Larissa Bertolasco zu Gast, Illustratorin und Künstlerin. Und die hat sich auch so gegen die KI, Kunst usw gewehrt, weil sie sagt ihr ist einfach auch wichtig im Prozess des Erschaffens, was da mit ihr passiert, welche Gedanken durch sie durchgehen, sie sich macht und was das dann wieder eine Auswirkung auf die Arbeit hat. Und wenn der blöd gesagt ein paar Zahlen reinschmeißt oder ein Prompt und dann ist das Ergebnis da oder viel schneller, da nehmen wir mal KI weg, die dir das komplette Ding generiert.

Speaker1:

Speaker2: Also ich will es gar nicht schlecht machen. Du brauchst ja, es ist hilfreich und gut, das ist nicht die Bohne falsch.

Speaker2:

Speaker1: Aber sie will halt nicht auf diesen Prozess. Was es mit ihr auch macht verzichten. Ist es ähnlich bei dir?

Speaker1:

Speaker2: Genau das kann ich verstehen. Ich habe im letzten ZEITmagazin kommt jetzt was von einem Architektenkollege aus Mumbai, Mumbai, Studio eins, der in seinem Büro Diese Handwerkstradition und Kunst, die in Indien noch in vielen Teilen erhalten ist, pflegt, Weil er. Weil er befürchtet, dass das einfach alles verloren geht, wie er hier bei uns auch vieles verloren gegangen ist oder wie man das dann plötzlich exotisch wird usw. Es magister nostalgisch sein oder was auch immer, aber den Ansatz fand ich stark von dem, dass der ganz bewusst den Weg geht. Er baut aber auch modern. Also das ist nett, aber er erinnert sich oder pflegt und versucht es dann eben auch einzubauen in seine Architektur. Von den hochgradig spannende Ansatz ist es für uns nicht realisierbar, aber interessant.

Speaker2:

Speaker1: Aber ist es vielleicht ein Trend, der aufkommt, jetzt wo du es gerade erzählt, sie mir halt sofort. Die, die man mitbekommt sind dann Sterneköche. Aber aus irgendwo in der Welt, wo dann einer in Skandinavien irgendwo im Nirgendwo ein Restaurant hat. Und da die Eicheln, die Tannenzapfen, die Tannennadeln. Genau.

Speaker1:

Speaker2: Du kannst beim Dogma vorbeilaufen und sehen, wie das da funktioniert, modern interpretiert.

Speaker2:

Speaker1: Und seine Region oder die Region, wo der Laden steht, da auf den Teller bringt. Gibt es das? Ja, das ist jetzt das erste Mal, dass ich davon gehört habe. Aber ich bin auch nicht tief drin, dass du so erzählst, Da ist einer und der greift die lokale Bautradition auf und interpretiert sie irgendwie so modern jetzt.

Speaker1:

Speaker2: Wie gesagt, ich war jetzt ja am Wochenende unterwegs. Mit den Museumsfreunden kann ich nur jedem empfehlen, dort mitzugehen und Mitglied zu werden. Kleiner Werbeblock Wir waren hinterher am Ende der Reise. Also wie gesagt, von Remagen, Rolandseck über Rotterdam, Antwerpen und zurück War mir dann in einer kleinen Feldkapelle in der Eifel gebaut, geplant von Peter Zumthor. Was und ob das jetzt was sagt. Das Kunsthaus in Bregenz zum Beispiel Kolumba in Köln Museum usw und. Der hat dort mit. Sind wir ganz kurz erzählt geschwind, weil sie es hochgradig spannend scheit, weil er. Der Name ist hier in Heilbronn bekannt. Dessen Bruder hat dort eine Landwirtschaft und der hat zu Ehren des Patrons der Landjugend, der er stark verpflichtet ist und sich hingezogen fühlt, eine Kapelle bauen wollen, von Nikolaus von der Flühe und hat dann irgendwann mal in der FAZ einen Artikel gelesen, dass der Bischof ja jetzt ein neues Museum bauen lassen will und dass da ein ganz toller Architekt mit Macht ganz tolle Entwurf gekommen sei. Und das war dieser Peter Zumthor. Und da hat er gedacht, dann schreibt er doch jetzt mal an, ob der nicht im Nebenher noch eine kleine Kapelle bauen kann, so unweit von Köln und so ganz naiv. Also ich weiß nicht geschrieben naiv. Er hat scheinbar, so sagt man, ein handschriftlicher Brief und bestimmt mit hoher hoher Wertschätzung und hat ihm eben gesagt Ja, also und er möchte das gerne dem Nikolaus von der Flühe widmen. Und damit hat er bei dem Zumthor mitten ins Mark getroffen, weil das war der Lieblingsheilige seiner Mutter. Okay, und da hat er gesagt Ja, er macht das. Und das war glaube 96, 97, Ja, und dann hat er, der Herr Scheidtweiler gedacht Ja, der macht das jetzt.

Speaker2:

Speaker2: Und dann hat er dann gedacht, nach zwei Jahren ruft er mal an, was eigentlich so ist. Und dann sagt der Herr zu mir Ich denke noch drüber nach und er, der der Herr Scheidtweiler, hat ihn dann noch mitgegeben. Also, gell, ich bin Landwirt und Also so viel Geld haben wir auch nicht. Und vielleicht, wenn Eigenleistungen so sagt, das sehen Sie, an dem denke ich gerade nach. Was war die Idee von dem? Zumthor Der hat gesagt Okay, was suchst du, hast Wald, du hast vielleicht ein paar Leute, die irgendwie mit Handwerk umgehen können. Da sind wir wieder beim Thema. Und jetzt versuchen wir doch, über die beiden Dinge eine Kapelle zu bauen. Die Idee war also wie gesagt, 112 Stämme wie ein Zelt aufzufalten in leichter Tropfenform. Und um diese Stämme, die sich nach oben dann zu zur Spitze hin bilden. Stampfbeton lagen Stück für Stück für Stück immer weiter nach oben zu bauen, so dass es dann 12 Meter hoch war. Und die Grundfläche ist vielleicht, was weiß ich, sechs mal 7 Meter oder so was. Also ist ein Turm in der Landschaft, im Feld und wo es dann fertig war mit dem Betonieren, er hat nicht in der letzten Lage noch mit betoniert. Haben sie dann die Bäume angezündet? Also ein Schwelbrand, sodass das dann langsam geschwellt ist, der Ruß sich an der Wand gebildet hat und dann sind die Bäume zusammengefallen, sie unter ausgeräumt und dann war also dieser Betonkörper fertig. Und oben war noch ein Loch. Der diese diese, diese Oberflächen der Bäume dann gezeigt hat.

Speaker2:

Speaker2: Also alles. Und das in der Kapelle siehst du exakt den Negativabdruck dieser Bäume. So, und und du siehst auch, wie die Lagenweise gearbeitet haben. Dann gibt es noch Dinge, die dazukommen, dass da irgendwelche Spanneisen, die dann rausgezogen werden, dass die Enden dann mit Glas verschlossen wurden, so dass das Außenlicht, was da durchkommt, sich ganz fein wie so ein kleiner Sternenhimmel über dir auftut. Auf jeden Fall hat dieser Zumthor, fand ich, finde ich und das war jetzt auch das Resümee derjenigen 52 Leute fast, mit denen wir dann dort waren, die waren alle gerührt ob dieser klaren und archaischen Bauweise und den Raum, den er dann damit geschaffen hat. Also mit ganz ursprünglicher Holz kann jeder stapeln oder stellen betonieren 50 Zentimeter. Das hat er mit scheinbar mit einer Renderbank gemacht. Der Herr Scheidtweiler. Ja so. Da entsteht ein Raum, der so was von Qualität hat. Und dafür braucht es diesen Prozess. Was du gerade beschrieben hast sich einfach über Skizzen, über Ideen, über Modelle anzunähern an das, was vielleicht räumlich werden wird. Du weißt ja nicht, Du hast ja nur ein Bild im Kopf und versuchst es irgendjemand zu erzählen. Du weißt es ja selbst, wie es ist. Und wenn das gelingt, dann ist das bestimmt fantastisch. Und das war der, der scheinbar dann auch gesagt, also dieses Bauvorhaben habe alles übertroffen, was er je gedacht habe. Die Zeit Also, Sie waren zehn Jahre später fertig. Geld, auch Resonanz. Und Freude. Was kann da besseres passieren? Klar, das mit Zeit und Geld ist dann vielleicht so, aber er hat es ja auch gewusst. Und du brauchst nicht. Denke wenn ein Champions League Spieler holst.

Speaker2:

Speaker1: Dass das die Lieblingsheilige der Mutter irgendwie mit auf dem Verhandlungstisch liegt, dann ist es schwierig.

Speaker1:

Speaker2: Er hat auch gleich scheinbar zu ihm gesagt Pass auf, mein Honorar kannst und willst du nicht zahlen. Also sagt er zu Aber wenn ich nach Köln kann, übernachte ich bei euch. Das war der Deal. Fand ich ja echt berührende Story.

Speaker2:

Speaker1: Gibt es im Ansatz ein Gebäude hier in der Region, das ähnlich emotional auf dich wirkt.

Speaker1:

Speaker2: Das Theodor Heuss Gymnasium hat mir lange Zeit sehr berührt oder ist eigentlich nach wie vor, glaube ich, ein Gebäude. Was? Unglaubliche Klarheit. Also ich rede jetzt über den Teil der zur. Was ist das? Kantstraße oder so hinstellt. Es ist ja ganz reduziert. Aber sie ist sicherlich ein Gebäude, was unheimlich hohe Qualität hat. Also für die Zeit, das ist was Modernes. Das ist unglaublich. Ich muss jetzt noch mal kurz nach Rotterdam. Auf dem Weg vom Hotel, wo wir da waren zur Innenstadt, sind wir dann an einer Firma vorbeigekommen, die ich 1925 oder wann gebaut worden war. Nelle heißt die. Und das war ein Gebäude, wie gesagt, 100 Jahre alt. Was eine Modernität oder eine Klarheit ausstrahlt, wo du lang, lang, lang Guggomos bist, das ist jetzt nicht auch UNESCO Weltkulturerbe? Aber so was in abgeschwächter Form, finde ich. Zum Beispiel im Theodor Heuss Gymnasium. Das ist, glaube ich, schon so was, wo ich denke, da kann ich nicht auch sagen Ja, die Kilianskirche ist vielleicht auch so was. Also wenn man das so betrachtet, wer. Gotische Bauten sind eigentlich tolle Bauwerke. Wahrscheinlich hat Heilbronn natürlich auch früher. Wir beide kennen das nicht, aber wir wissen es aus Bildern. Vielleicht hat ja vielleicht auch solche Orte gehabt. War ich sehr nett. Vielleicht. Der Anbau ans Rathaus ist ja erst mal geschwind und ziemlich schwierig, da stehender Baukörper. Aber ich fand eigentlich, je mehr ich mich verstanden habe und mir haben da die Features an ihren sollen müssen dürfen. Wo wir uns ganz bewusst mit dem auseinander gesetzt haben, muss ich sagen, das war jetzt quasi da war ich der Spur meines Vaters, der in dem Büro gearbeitet hat, zu der Zeit, wo wir versucht haben, so zu reagieren auf das, was gefordert war, nämlich Wetterschutz und Schallschutz. Dass man eine Lösung angeboten haben, dass sich die Optik des Gebäudes nicht verändert, sehr wohl aber die klimatischen Dinge usw. Ich glaube, das ist uns auch ganz gut geglückt. Also das finde ich auch ein Gebäude, wo wo man echt drüber nachdenken muss. Die alte Harmonie vielleicht auch. Also das sind alles. Du sagtest Nachkriegsbauten, über die wir jetzt gerade reden, außer der Kilianskirche.

Speaker2:

Speaker1: Das Zollhaus ist nicht in der Liste.

Speaker1:

Speaker2: Ja, jetzt kommst du echt ein ganz heißes Thema. Wollhaus, Unser Büro. Wir sind ja jetzt gerade hier im Neckarbogen. Aber du weißt, wir waren vorher in der Wilhelmstraße. Wunderbare Lage. Mieter in der Stadt. Und trotzdem hat eigentlich kaum jemand drumherum gewohnt, als dass eine Seite unsere Ursprungsbaustelle, Technisches Rathaus und dann eben Möbelformen usw. Und du siehst aber von dort aus immer und den Turm des Wollhauses. Wollhaus war. Das war so, also ursprünglich war das. Ich halte hier so und je mehr du dich damit beschäftigst und das haben wir dann mal gemacht, so zum Ende unserer Zeit in der Wilhelmstraße hat man gesagt, müssen wir uns mal Gedanken machen, was würden wir denn dort machen? Da haben wir dann uns erst mal ganz kurz einhaken.

Speaker2:

Speaker1: Wie kommt man als Büro auf so eine Idee, wenn man wahrscheinlich genug zu tun hat an offiziellen Aufträgen etc. pp. Weil jetzt sind wir hier weg und haben uns noch nie so richtig über den Grauturm da einen Kopf gemacht. Dann nehmen wir uns jetzt aber auch ein bisschen Zeit für.

Speaker1:

Speaker2: Wir haben uns immer neben unseren Aufträgen immer Gedanken macht. Zum Beispiel über Heilbronn. Auch anfangs über Neckarsulm. Das war natürlich auch spannend. Ist jetzt heute nicht mehr so, also jetzt Heilbronn Theaterschiff zum Beispiel war da kam der Kipper mit der Idee mit seinem Schiff da oder so was. Da machen wir ein Theater, das hat das war spannend. Könnt ihr das machen? Ja, machen wir. So haben wir uns Narayen der Herr von der Architektenkammer rechtfertigen müssen, dass man kein Honorar dafür genommen habe oder so was. Also das hat uns schon immer interessiert. Was mich natürlich auch interessiert hat und wo ich immer noch sauer bin, ist quasi diese Geschichte da mit diesem Weinstand Bau da irgendwo am unteren wie heißt das Neckarufer, wo? Also im Hallenbad, dort wo ich denke, da hätte man echt was draus machen können. Und das ist sabotiert worden durch die Weinmafia und durch den Baubürgermeister.

Speaker2:

Speaker1: Jetzt gibt's einen neuen, da muss man einen neuen.

Speaker1:

Speaker2: Der ja, da kommen vielleicht nachher noch drauf. Da kann ich nur sagen ja, bin froh, dass der es ist. Also ich will jetzt auch der alte neeee schimpfe, aber da hat er mir echt wehgetan. So egal, wir waren drauf, kommen über Orte und jetzt muss ich der Vater wieder finden. Was war jetzt im Wollhaus? Wollhaus? Das ist. Warum kommen wir vom Woll haus weg? Weil es verschwätzt habe. Also gut, Wollhaus. Wir haben uns Gedanken Macht. So, jetzt. Ich studiere unendlich gern alte Stadtpläne von Städten, egal wo ich bin, weil ich finde, da ist so viel Wahrheit drin. Das muss man sich anschauen, wenn man Stadt verstehen will und am besten das zu Fuß dann immer noch laufen, weil dann kapierst. Und so war ja das die Frage wie war denn das? Und jetzt komme ich wieder auf meine Schwimmkarriere zurück, gerade am Ende meiner gerade am Beginn. Was ich schon habe, war das Ende des Heilbronner Hallenbades. Das war.

Speaker2:

Speaker1: Dort die.

Speaker1:

Speaker2: 16 2/3 Bahn wurde immer mehr schwinde müssen wie woanders. Ja so also das war dort und dann fragst dich ja schon wie kann eigentlich so ein Bauwerk. Innere situation entstehen, wo ihr Wege, Blickbeziehungen usw über Jahrhunderte gewachsen sind. Man muss man eigentlich sagen okay, klar, da gibt es eine Straße. Und da fährt ein Auto und es war die 1. 01. Adresse des Auto und die Tiefgarage, das war die Adresse. Das waren die Höhenniveaus für das Wollhaus, was heut noch das Wollhaus, die Höhenlage vorgibt. Denn auf der einen Seite wird es fast überfahren von der, von der, von dem Schlenker, da, wo sie fast alle ins Amt rauschen, wenn sie zu schnell um die Kurve fahren. Aber es ist noch nie passiert. Oder doch? Sie sind bei dem Sportplatz. Oder sind sie doch öfters mal neu gerauscht, weil sie einfach nicht mehr geschafft haben, das Lenkrad rumzuziehen? Also ist eine Stadtautobahn gehört verboten. So, auf der anderen Seite haben sie den Anschluss auf die Hohe Straße, heißt sie also. Und dann baut man da irgendwie krampfhaft eine Treppe Anlage hoch runter, sonst irgendwie, um den Anschluss zu schaffen. Der Anschluss von der Flinerstraße ist ja ein Mauseloch. Das heißt, du kommst auf das Ding. Kommst du da leicht hoch beim Palm vorbei und dann muss wieder ein bisschen abtauche und da rauscht dir fast der Kopf ober wieder am ersten Stock an oder so was heißt, die ganze Planung dieses Gebäudes war nicht auf die Stadt.

Speaker2:

Speaker2: Topographie war nicht auf die Fußgängerzone, sondern war aufs Auto fixiert. Das war für mich der Ansatz zu sagen Ja, ich finde es richtig. Nein, ist es nicht. Und wir haben dann einen Entwurf gemacht, wo ich gesagt habe Ja, was wollen wir in der Stadt? Wir brauchen Wohnungen in der Stadt, wir brauchen viele Wohnungen in der Stadt. Und wenn wir über Gewerbe reden, dann müssen wir das flexibel machen. Das wäre das Erdgeschoss gewesen. Vielleicht, dass da noch irgendein Supermarkt. Da hieß es mal Ja, vielleicht will das Schwarz da noch was. Oder Edeka oder keine Ahnung, Irgendwie ja. Gut, okay. Und da habe ich gesagt okay, und dann gibt es noch eine Zwischenzone über diesem Erdgeschoss, was die Topografie mitnimmt. Wo dann zwei Geschosse Praxen Verwaltung, also das Gericht nebendran suchte immer wieder usw also da gibt es sicherlich viel Rechtsanwälte bla bla bla aber drüber drüber sind halt 150 Wohnungen und wenn du da dann drüber bist, dann ist jede Wohnung Penthouse, aber jede und das zurückgesetzt offenbar grüne Plateau. So dass da zwischendrin immer Gassen und Wege entstehen, dass die Stadt wieder parzelliert ist, dass du aus dieser Fußgängerzone eben nicht am Hinterteil von dem Ding vorbeilaust von dem Haus, sondern schön in die in die Wilhelmstraße reinkommt, weil die Wilhelmstraße ist, die Quartierstraße der Südstadt. Oder dass du dann auch kreuzen kannst mit der Gasse ganz automatisch rüber Richtung Kreissparkasse.

Speaker2:

Speaker2: Die Kreissparkasse ist im Moment nicht Teil der Innenstadt, obwohl sie an der Innenstadt liegt. Dass die Hohe Straße richtig Straße oder als dass die Qualität hat, dass da nicht so sauber in dieses Loch vor dem Haus dessen die Dinge, die ich bemängle. Und jetzt sind wir ja, wo wir jetzt sind, jetzt sprechen wir. Also mir ist dann vorgeworfen worden Ja, graue Energie. Bricht man heutzutage noch was ab? Ja, mir ist nichts Besseres eingefallen, muss ich gestehen, weil für mich die Stadt wichtiger ist als ein Gebäude. Die Gemeinschaft braucht Orte, wo sie sich begegnen kann und nicht irgendwo hermetisch abgeschlossen, sondern wirklich Orte, wo sie das ist dann nachher vielleicht auch noch ein Thema, wenn man über die Fußgängerzone reden und diesen ganzen Bereich. Also das sind für mich Orte, die sind sehr wichtig und das war so die Grundidee. Man macht dann dieses Klima, welche ein viel viel größer zum Beispiel oder so schafft dann auch mal gegenüber dem der Pyramide der Kreissparkasse ein gescheites Gegenüber. Was haben wir denn jetzt gerade so irgendwo? Hinterteil oder den Stummel von Turm oder sonst irgendwas? Jetzt gibt es also eine neue Idee von dem Ballhaus. Ich war mit der Architektenkammer und dem BDA längere Zeit auch im Vorfeld schon mit dem Herrn Ringle über das Thema im Gespräch. Und er hat ein wahrhaft, wahrhaft eine schwierige Aufgabe, weil die Stadt es versäumt hat.

Speaker2:

Speaker1: Der Ringler ist.

Speaker1:

Speaker2: Sorry, genau. Entschuldigung. Ja, also wir haben ja gerade vorhin schon drüber gesprochen. Erst mal hat er alle meine Unterstützung, die er haben kann. Er ist. Er ist in der verdammten Lage, jetzt zu sagen okay, jetzt gibt es einen Investor und die Stadt hat versäumt, meiner Ansicht nach dort zu investieren, um den Finger drin zu haben. Er hat es jetzt wieder. Übers Baurecht kann er als Baubürgermeister und als Stadt hoffentlich Einfluss drauf nehmen, dass es zu einem Guten kommt. Ich war in dieser Sitzung, wie gesagt dann drin, als das vorgestellt wurde, als da jemand geflasht war und ich weiß nicht was alles. Was soll man ein bisschen vorsichtig sein meiner Ansicht nach. Wieder Rotterdam. Gschwind hat alte, wenig alte Bausubstanz. Also hafengebiet wurde, wurden Gebäude. Die Lagergebäude waren verändert zu Wohngebäude, Veranstaltungsgebäude, streetfood etc. Alles mögliche. Also was haben wir denn jetzt im Wollhaus des Wollhaus? Für was hast du vor? Angst? Ein grauer Klotz oder so was. So haben wir es in Erinnerung, dass die Fassadenplatten abfallen und und, und. Jetzt gibt es eine Idee, die vielleicht von der Grundidee ja gar nicht schlecht ist Dass man sagt, man schafft ein grünes Plateau oberhalb der Straße auf dem FlAchteil dieses Bauwerks, über dem sich dann Wohnpyramiden oder so was dann aufbauen, die dann so hangmäßig da hochgehen.

Speaker2:

Speaker2: Jeder hat ein toller Blick auf die Stadt, durchaus gut. Und ich war erstaunt, wie viele Geschosse man da drauf bauen kann. Scheinbar. Aber ich hoffe, es funktioniert. Und auf der einen Seite pflanzt man jetzt noch ein Hotel oben drauf an und macht da so eine Treppe hoch. Und da sind wir wieder an der Situation, die ich vorhin beschrieben habe, zur Hohen Straße hin. Da tut mir die Frau Schnepf mit dem Selda leid, wie was da ein Vorfeld ist. Das ist kein städtisches Vorfeld, das ist irgendwie keine Ahnung, nix so, da kann sie überhaupt nichts dafür. Aber das heißt, ich sehe jetzt in der neuen Planung nicht die richtige Lösung zu dem Thema. Da lässt man es fast schon so wie es ist. Man begradigt irgendwas. Natürlich kann man es vielleicht dann topographisch noch ein bisschen herrichten und die Stadt will ja im Umfeld um das neue Haus herum einen Wettbewerb an Außenanlagen Wettbewerben machen, was sicherlich auch wieder richtig ist. Aber das Kernproblem ist für mich das UFO, das da irgendwann gelandet ist und das einfach Wege und Sichtbeziehungen verstellt.

Speaker2:

Speaker1: Apropos UFO Stadtgalerie Wird die auch irgendwann mal so ein Klotz für die Stadt am Bein wie jetzt das Wollhaus die letzten Jahre war?

Speaker1:

Speaker2: Wir können ja jetzt die ganze Fußgängerzone runterlaufen und dann sagen wir mal so okay, Stadtgalerie, Stadtgalerie. Da sag ich jetzt einfach Die Stadtgalerie hat die Stadt. Insofern viel gekostet, weil sie nämlich den Deutschhof in der Versenkung hat verschwinden lassen. Das ist ja richtig so wie in den Untergesagt schlecht. Sie ist jetzt da. Eigentlich wäre sie an richtiger Stelle gewesen, dort, wo jetzt der Käthchenhof ist, weil dort eine Querung des Gebäudes auch für die Kaiserstraße gut gewesen wäre. Nur die. Die Geschichte war halt so, dass es zuerst den gab und den gab dann und der eine wollte. Also das war das Ecce Modell mit den Galerie, mit den Passagen und die anderen aus aus Düsseldorf. Die haben halt drei Kaufhäuser nebeneinander gestellt, wo du eben nicht mehr durchkommt. Am Kiliansplatz. Das ist halt Geschichte, wie es halt so kommt. Also klar, der Herr Himmelsbach hat sich bestimmt auch nicht ausgesucht. Das war halt so, das war die erste Chance, überhaupt wieder was zu tun für den Standort Heilbronn. Ob das auf Dauer angelegt ist? Jetzt versucht man ja auch dort immer über was Markthalle usw nachzudenken. Jo, warten wir mal ab. Das Gebäude nebendran ist viel spannender.

Speaker2:

Speaker1: Das mit der mit der Welle drin meinst du? Was solls da bauen?

Speaker1:

Speaker2: Nee, nee, nee, nee, nee, nee, da können wir auch noch drüber reden. Nee, nee, nee, nee, nee, nee. Ich war schon erschrocken. Du meinst die Einstürzenden Neubauten? Nee, nee, nee. Also, ich sag jetzt mal, der Karstadt. Karstadt heißt jetzt Galeria, oder wie es heißt.

Speaker2:

Speaker1: Ja, der alte.

Speaker1:

Speaker2: Horten meine, der alte Horten ist ja nicht mehr der alte Merkur. War es ganz ursprünglich Egon Eiermann, Weltarchitekt in Deutschland. So, der hat damals schon gesagt Ja, das wird nach 25 Jahren abgerissen, und das war ja dann auch so, und dann kam ja dieser große große Baukörper im Luftbild. Ganz toll. Und ich. Ich glaube man hat jetzt versucht den denn wie heißt der wer da drin ist? Karstadt oder wie heißt es die Kaufhof Kaufhof irgendwie am Leben zu halten und die zu bieten das zu hier zu bleiben. So geh mal rein und sehe, wie sich das langsam alles so zurückzieht, wie der Lebenssaft in dem Gebäude zu Ende geht. Und wir werden über kurz oder lang an dem Thema, da werden wir ganz stark drüber reden müssen, was da passiert. Wie können wir da irgendwelche Adrien reinhaue? Können wir da irgendwelche Ausbuchtungen Einbuchtungen, wo man dann plötzlich wieder ich weiß nicht wohne? Erlebnis Keine Ahnung, was kriegen wir da tolle Dachlandschaft drauf. Ja und dann sind wir bei dem Gebäude jetzt nebendran, was jetzt neu gebaut wurde, dass sich da aus der Wand ins Dach legt, das finde ich, äh, ja, bei uns heißt es ja Einstürzende Neubauten. Ich finde es schade, weil auf der einen Seite reden wir und ich glaube, wir reden nur. Und was ich jetzt wiederum Bürgermeister Ringle am Dienstag oder Mittwoch war es gehört habe. Ja, man denkt darüber nach, eventuell die Stadt auch mal zu erhöhen und das fände ich nicht die schlechteste Idee. Fände ich sogar ziemlich gut, weil die Gebäude sind meistens in einem schlechten klimatisch oder energetischen Zustand. Wir haben viel, viel Leerstand.

Speaker2:

Speaker2: Meiner Ansicht nach, wenn man die Obergeschosse schaut entlang der Fußgängerzone, hängt damit zusammen, dass die zum Teil gar nicht mehr genutzt werden können. Für Wohnungen, wegen Nutzungsrecht, wegen Parkplätze, wegen Erschließung, wegen wegen wegen haben ein paar Bauherren, die dort gerne bauen würden. Die können nicht bauen. Man muss darüber reden. Jetzt hat die Staatssekretärin gesagt Ja, das liegt im Ermessen der Stadt, habe ich da gerade am Dienstag oder Mittwoch gehört. Habe gedacht, hochgradig spannend. Vielleicht muss man sich dann auch mal im Stadtplanungsamt endlich mal über so was Gedanken machen. Würde alles, alles, alles unserer Innenstadt guttun. Und das ist natürlich für mich ein zentrales Anliegen. Wir sind zwar jetzt hier im Neckarbogen, aber. Und dann komme ich ab und zu in die Innenstadt. Und da ging mir das vor kurzem so Ich bin richtig erschrocken. Ich bin richtig erschrocken. Also ich will es nicht schlechtreden und überhaupt nicht und wird alles, alles, alles dafür tun, dass es besser wird. Aber du kommst rein und denkst Oh Mensch, verdammt! Und was haben wir denn für eine Chance? Was haben wir für eine Chance, jetzt mit dieser Stadt, die auf der einen Seite so unglaublich aufblüht und auf der anderen Seite schwächelt? Ich glaube, die Stadtverwaltung. Muss ich. Ich hör das ja auch, dass da auch so gedacht wird, man müsse uns mit dem Thema Klima beschäfftige. Das heißt, wir müssen Begrünung machen und wir müssen Wasser, Wir müssen mit Wasser Lösungen finden. Wiederum Rotterdam. Deshalb ist der fünfte Mal erzählt. Aber ist so, da denkt man schon lange drüber nach und das hoffe ich.

Speaker2:

Speaker1: Das Wasser meinst du? Also mehr Wasser.

Speaker1:

Speaker2: Halten. Da hast du. Wir haben ganz schnell viel Wasser. Wir haben lange Zeit kein Wasser mehr, brauche aber Wasser, um zum Beispiel eine Begrünung auch wieder gedeihen zu lassen, die dann uns vielleicht Kühle wieder in die Stadt bringt. Denn die Stadt ist und das sagt ja irgendeine Studie, dass Heilbronn die siebte schlimmste Stadt in Deutschland ist, was die Überhitzung angeht. Interessant, ja, also glaubt man gar nicht, Aber ist so, deshalb müssen wir dort was machen, weil sonst wirst du in der Stadt echt eingehen. Das ist also die Aufgabe und es ist jetzt gerade Wurst. Tut mir leid, das ist jeder, der nicht über Geld redet. Sagt der Architekt spinnt wieder. Ja, genau, Danke. Aber wenn man die Stadt am Leben halte wolle, dann müssen wir das machen, weil dann kommt vielleicht wieder mal Gewerbe hinzu und dann kommt vielleicht Qualitätsgewerbe dazu. Und man kann sich nicht immer sagen der Eitel ist ja der Eitel ist halt einer, verstehe ich. Und vielleicht gibt es noch bissl was in der Kirchbrunnenstraße. Und natürlich gibt es bissl was in der Hafen Marktpassage und da hat jetzt der Michel wieder was gemacht usw alles gut. Aber wenn man in die Ulmer Straße runtergehen, da denke ich mir immer Aha, wir sind jetzt also auf dem Weg runter zum Kulturzentrum der Stadt. Warum gelingt es uns nicht, Leerstände genau mit dieser Kultur temporär zu bespielen? Als Qualitätssteigerung? Vielleicht, weil man sonst sagt Oh, wo sind wir denn hier, dass ich sage Ja, gut, dann ist da vielleicht eine Autorenlesung drin. Und klar, das ist halt dann so, das muss die Stadt vielleicht so für'n Appel und ein Ei mit jemandem bei jemand anmieten, weil sonst hätt er ja gar keine Miete. Aber vielleicht kann der hofft, dass dann das wahrgenommen wird und jemand sagt Oh, da kann man ja was mieten.

Speaker2:

Speaker1: Vielleicht ist der Schmerz noch nicht groß genug.

Speaker1:

Speaker2: Ja, ja, ja oder Wäre schade, aber weiß auch das ist ein Thema, über das man reden müsste, wo ich die. Der Bürgerstolz. Wir haben 1994 gab es, hat der Bürgermeister frei die Idee gehabt anlässlich Das klingt jetzt ganz blöd, 50 Jahre nach der Bombardierung Heilbronns über Baulücken einen Wettbewerb zu machen. Das war Moschner damals, das war da, wo jetzt die Heilbronner Stimme sitzt. Das war da, wo jetzt natürlich der Klosterhof ist. Also da war unten so ein Was ist denn da jetzt? Ich glaube, Kolping, Irgendwas da oben drin, also Schule oder so was. Eins steht noch. Eigentlich stehen da zwei Chimelli. Nix anders. Oder? Gegenüber Starbucks. Das sind alles eigentlich Kriegsruinen. Und wie lang sind die? Schätzt der Krieg rum und wie lang ist der Stadtaufbau und was ist passiert und wem gehören diese Gebäude und was wo erzielt die größte Miete? Was ist das? Was ist das für ein in der Innenstadt Heilbronns? Ein Gebaren der also Eigentum verpflichtet, oder? Das war ja mal eine Idee. Ja, aber wie schon die Fragesteller zu sagen Leute, wo ist denn euer Bürgerstolz?

Speaker2:

Speaker1: Also man kann denen mit Sicherheit dann auch noch mal eher einfordern von den lokalen Leuten, die Eigentümer sind. Wenn da irgendwie eine Firma in Dänemark sitzt oder in Frankfurt oder was auch immer, sprich jetzt.

Speaker1:

Speaker2: Wollhaus Ja klar, die juckt.

Speaker2:

Speaker1: Das nicht so.

Speaker1:

Speaker2: Finanzgebaren, das da irgendwie, aber faktisch auch bei dem Wettbewerb, den ich gerade eben angesprochen habe 1994 ist wohl eine Familie aus Bad Homburg oder so gekommen, denen ein Grundstück gehört hat. Wir haben gehört, da ist ein Wettbewerb gelaufen und so und die Stadt hat gesagt könnt ihr haben, Ergebnis könnt ihr euch mal anschauen. Das erste, was wohl die Reaktion vom Baurechtsamt war Schön, dass Sie kommen. Jetzt reden wir mal über ihre Stellplätze. Dass die aber sofort wieder gesagt hätten und tschüss, ist ja wohl logisch schlecht wird heute sicherlich nicht mehr passieren.

Speaker2:

Speaker1: Weil du Bürgerstolz angesprochen hast. Meinste irgendwie die Dynamik, die ausgehend vom Campus jetzt dann aufs Thema KI irgendwie übergegangen ist und die Heilbronn zu einem auf jeden Fall relevanten Standort für das Thema entwickeln wird. Ob jetzt der relevanteste in Europa oder nur in Deutschland oder wird man dann sehen. Aber dass das was ist und die BUGA vielleicht auch mit dem Neckarbogen da so ein bisschen was gestartet hat oder so ein Startpunkt war, dass sich so was wieder so ein Stückchen entwickeln kann. Also wenn du sagst, wir sind der Standort für die Zukunftstechnologie schlechthin und architektonisch irgendwie sieht es auch nicht ganz übel aus, dann kann das ja was sein, was einen auch wieder stolz macht, oder? Die Buga hatte ja den Effekt, dass die Heilbronner dann außerhalb der Stadt wieder. Ja, ja, ja Heilbronn. Da kann man mal vorbeifahren und sich das anschauen und davor hast du die Sätze wahrscheinlich seltener gehört. Genau.

Speaker1:

Speaker2: Also die Buga war ja sicherlich ein Meilenstein für einen, also fürs Selbstwertgefühl Heilbronn, weil ich glaube, da ist zum Ersten Mal diese dieses Trauma vom 4. Dezember 44, das Förder Haskell ist da ein bisschen relativiert worden und da konnte man was dagegen setzen, wo man sagt Oh, das tut gut. Und natürlich auch nach außen die Außenwirkung. Wir haben es natürlich auch verkauft, wie weiß Gott, wie toll das alles ist jetzt. Das muss man einfach auch relativieren. Das ist natürlich nett, wie toll das ist, einfach so, was halt gerade auch überall gemacht wird. Also das ist nett, dass Heilbronn der Nabel der Welt ist, da darf man sich auch nicht drauf glauben. Und ähm, was ist das hier? Das sind natürlich kleine, eigentlich kleine Häuser, 20 mal 20 oder so was ähnliches. Ob das die Zukunft ist, weiß ich auch nicht. Jedes Haus hat seinen eigenen Aufzug, seine eigene Treppe, sein eigenes. Da dam da dam dam. Ja, rede gerade über Baukosten. Wir reden gerade über alles, das Wohnungsbau nicht mehr geht. Wir müssen da, glaube ich, mal flexibel noch mal nachdenken, ob man das nicht weiter modifizieren müssen. Wir kommen aus einer Zeit, wo Nullzens wenig da war. Das Betongold bums war großartig, Nur deshalb hat es ja funktioniert. Wir werden auch andere Zeiten jetzt haben und da müssen wir Reaktionen darauf finden. Bürgerstolz Wenn du jetzt gerade sagst. Campus Ja, ich glaube, man könnte. Wir können echt sagen Großartig, dass der Herr Schwartz hier ist. Das ist Bürgerstolz. Aber ich glaube, viele verstecken sich dahinter, hinter dem ja, also es der der schwarz in Ehren, der kann aber nicht alles mache, der macht natürlich viel und das ist klug. Aber ich glaube, es sind halt auch mehr als nur einer. Und die müsse sich alle bissl an der Nase reiben und können nicht nur sich auf die Schulter klopfen und sagen Mensch, was sind wir für tolle Hechte hier?

Speaker2:

Speaker1: Wie kriegt man das hin? Wie kriegt man die aktiviert?

Speaker1:

Speaker2: Sehr gut. Wie kriegt man das hin? Ich glaube, das ist ein brutal langer Prozess. Also. Fedja, pass uff. Ich war wiederum Ljubljana. Kroatien hochgefahren. Ljubljana übernachtet. Eine Stadt. Wo du denkst, wo du reinkommst. Und du denkst Wow, was ist denn hier für eine Stimmung? Was ist denn das? Slowenien glaube Ja genau. Also relativ junger Staat, frühe Jugoslawien. Da pulsiert ein Leben. Und dass vieles von dem, was dort pulsiert, resultiert natürlich auf einem Architekten. Page hieß der, der hat in der 20 er und 30 er Jahre sensationell schöne Gebäude dort macht an dem Fluss. Laibach heißt er glaube, und da zählt die Stadt noch heute und macht da weiter. Das heißt, dieses Thema hier Stadt am Fluss, das haben die in einer Art und Weise, wo du wo, wo ich, wo ich da hinkomme, bin meine Frau. Und was ist da los? Das ist ja sensationell, das kenne ich gar nicht So und da hab ich es Gefühl gehabt als Bürgerstolz, da jung wie alt, Da war eine kreative Designerszene. Überall kleine Geschäfte, Auslagen, da war einfach ständig oder Riga genau das gleiche Thema. Das sind so, da denke ich so Städte, du kommst da hin und stellst es fest und denkst wo stolz. Es gibt es in Deutschland.

Speaker2:

Speaker1: Eine Stadt, die dir das vermittelt.

Speaker1:

Speaker2: Dass Münchner so was wäre? Ich glaube, der Münsteraner sind stolz auf ihre Stadt. Die waren ja glaube ich auch ziemlich am Krieg. Irgendwie ein bisschen. Das weiß ich nicht. Die haben es vielleicht geschafft, sich ein bissel. Ich glaube, die sind so. Ob das noch irgendwo ist? Ravensburg ist aus stadt, denke ich. Dass die auch Bürgerstolz haben. Das ist ja. Die haben natürlich eine tolle Innenstadt, das ist klar. Mit dem Pfund könne die wuchern. Die haben zum Beispiel aber auch ein wunderbares, schönes Museum sich bauen lassen durch Arno Lederer, der hier auch tätig war. Und es fügt sich aber dort ein und das ist ja alles bloß noch mal mehr Dividende auf das Bürgerstolz.Thema. Also da müssen wir halt arbeiten. Ich glaube, dass es möglich ist. Man muss die Leute einfach begeistern. Und wiederum jetzt bin ich wieder beim Ringle, will nicht zum Heilige erklären, aber ich glaube, der kann das ein bisschen. Der Harry kann es natürlich genauso und macht es ja auch. Aber mir müssen uns alle da einfach mit der Stadt auseinandersetzen und ich sehe einfach an der Reaktion davon. Viele Leute wie gehen nicht mehr in die Stadt. Da fühle ich mich nicht wohl. Was ist das Thema mit dem Ich fühle mich nicht wohl. Vielleicht ist es aber soziales Thema. Wo haben wir denn in der Stadt, der Jugendhaus? Ich weiß es nicht. Ich tu's. Also, vielleicht ist das früher Schützenstraße oder so was, wo Popbüro war oder so was. Oder.

Speaker2:

Speaker1: Ja, das sind jetzt in der Maschinenfabrik. Ja.

Speaker1:

Speaker2: Nee, das ist ja kein Jugendhaus mehr. Das ist was ganz anderes. Also. Aber was? Solche Punkte. Wo, wenn wir darüber reden? Ich fühle mich unsicher, weil da sind irgendwie Gestalten unterwegs oder so, haben wir dann vielleicht die Frage zu stellen warum ist das so und was kann die Stadtgemeinschaft oder was muss die Stadtgemeinschaft? Klar? Und das stinkt mir natürlich auch, dass wir immer sagen Ja, die Stadtgemeinschaft muss nein. Frage nicht, was du von dem Land bekommst und was du für dein Land tun kannst. Jeder ist da aufgerufen dazu. Das wäre Bürgerstolz. Ja. Ich kann mich natürlich in der Spinne bös und vielleicht kriege ich es gleich Stress, wenn ich sage, in der Heilbronner Wüste zurückziehen sei schön und so was interessiert mich das? Und auf der Autobahn bin ich schnell in München? Nein. Hier entsteht was. Und klar ist der Neckarburger erstmal im Moment. Baustelle hin oder her. Aber eine privilegierte Lage ist aber nicht Die Stadt und die Stadt entwickelt sich gerade permanent nach Norden weiter. Also Campus Epi Epi wird ein Magnet werden, da bin ich überzeugt davon. Das wird. Und das wird vielleicht ein Satellit. Verstehe ich. Also wirkt es in die Stadt wirklich zurück. Das wäre meine Sorge, was das angeht. Alles gut, dass das funktioniert. Hier aber ist das, Man müsse gucken, dass die Stadt nicht.

Speaker2:

Speaker2: Stirbt und müsse dort investieren und dann hoffe, dass der Handel oder die Kultur oder zurückkommt. Man muss eigentlich flanieren wollen. Verstehst du, wie man am Neckar flanieren muss? Man auch sagen. Warst du schon mal in Heilbronn? In der Flinerstraße? Silberstraße? Wahnsinn. Und guck dir das Theater oder so was. K3 Du hast gesagt, vorhin ganz am Anfang was, was habe ich erlebt so in der Stadt am Anfang. Am Anfang war ich natürlich der große Bruder hier und gesagt Was ist das für ein Scheiß? K3 Finde ich, ist ein Beispiel für Heilbronner Pragmatismus. Das Tor nach Norden. Das ist die katholische Mauer. Ja. Ja. Was ist die Qualität der Bibliothek, die jetzt da hoch, hoch, hochambitioniert angegangen wird? Ich bin hochgradig spannend, wie das geht. Für mich ist das von der Erschließung her eine Fehlgeburt. Dieser Nebel irgendwie hoch. Diese Musikschule, die da drin ist, die sich ums Komödienhaus drum herum wickelt, das ist Al Khadras, aber keine Musikschule. Also welche Qualität wird dort in diesem Haus entwickelt? Mit Jugendlichen? Fantastisch. Aber der Ort ist eine Zumutung und das finde ich elend. Schade, dass man so was gemacht hat. Es hat Geld gekostet. So oder so, man hätte es auch gut machen können und man sollte auch solche Fehler bitte lernen.

Speaker2:

Speaker1: Hast du da Hoffnung, dass das passiert, als der Herr Ringling da.

Speaker1:

Speaker2: Ja. Hallo, Herr Ringle. Nee, alles gut. Ich hatte die Hoffnung und habe die Hoffnung. Jetzt gehen wir wieder vom nördlichen und südlichen Ende der Fußgängerzone. Dass das passieren könnte beim Wollhaus. Wenn man die Idee wirklich. Zu Ende spielt. Und wenn man vielleicht auch zeigt, wo man herkommt. Also das sind jetzt so so schicke Pinterestfassaden drüber geklebt worden. Ich bin jetzt frech, ich gebe das zu. Und der Herr Blocher magister man es verzeih oder sogar arrogant. Egal. Das ist aber nicht das, was auf Dauer ein Gebäude hält, weil das haben wir glaube ich, schon immer wieder gehabt. Ja, man macht was drauf, was Zeitgeist ist. Und in zehn Jahren sagt jeder Aha, was ist denn das für eine Mühle? Genau nicht. Man muss vielleicht gucken, was kann man aus dem Alt Neu Prozess? Kann man den irgendwo sichtbar machen? Vielleicht auch aus, dass er würde ich eine Chance sehen. Aber das ist das immer wieder. Dann musst du es so lang skizzieren, bis du die Idee st und nicht einfach sagen Ja, das hab ich da abgeguckt, das hab ich da abgeguckt. Das wäre meine große Sorge, was das Woll haus angeht. Und dass man die Idee halt auch richtig macht. Also nicht bloß irgendeine Schauseite. Und dann zu der Hohokasse da, dann wird es irgendwie und dann richtig, richtig, richtig. Dann geht man da hoch und geht dann da hoch und kommt auf einem grünen Platz oben an und hat dann von dort aus einen Blick auf die Kilianskirche bis in die Weinarena mit der Berge, mit der Welteroberusw. Die Qualität, die der Ort ja hat in der Umgebung, muss an dem Ort erleben könne. Und dass du sagst ja, gehen da hoch und da oben.

Speaker2:

Speaker1: Gibt es denn einen Ort in Heilbronn, der wo das gelungen ist? So eine Transformation von so einem tot toten Ding. Hm.

Speaker1:

Speaker2: Es gibt natürlich solche Orte in der Stadt, glaube ich, wo, wo alt neu sich begegnen. Also es wird ja immer so was, Du kannst dich da so durchgucken. Was wird denn gezeigt? Brüggemann Wie das alte Gebäude dann mit dem Wasser davor usw ja, aber mir wäre gerne öffentliches Gebäude wichtig und ich frage mich gerade, wo du das so sagst. Was wäre es denn? Mir fällt jetzt gerade spontan nichts ein, aber Also klar, keine Maschinenfabrik. Denke aber Maschinenfabrik ist a noch nicht fertiggebaut. Da bin ich mal gespannt, wann das jemals sein wird. Hat man die jetzt ruhig gestellt oder nicht? Oder? Ute würde ich ein Thema. Böses Thema, finde ich. Ich dafür, dass Heilbronn. Ja gut, halt, wir haben ja hier was in der Umgebung. Reitemeier Da wäre Potenzial. Wir haben jetzt vielleicht hier in der Nachbarschaft. Kriegen wir vielleicht eine Chance, was zu machen, wo alt neu was werden könnte? Ja, das wäre vielleicht was, Aber das ist klein im Verhältnis zu dem, was halte ich von Heilbronn als Chance hätte. Wei Areal gut. Ja, das sind klar strukturierte Gebäude. Die lassen sich sehr, sehr, sehr gut umwidmen. Das sieht man dort, glaube ich. Full house ist eine gut strukturiert. Also das sind so, so Themen.

Speaker2:

Speaker1: Die Fußgängerzone Wolles Da haben wir ja schon ein bisschen gesprochen.

Speaker1:

Speaker2: Fußgängerzone Ja.

Speaker2:

Speaker1: Ich glaube aber, viele Städte haben das Problem, dass Heilbronn hat wahrscheinlich, oder? Also du siehst mehr und guckst die natürlich auch mit anderen Augen dann noch mal an ist das so oder ist Heilbronn da außerordentlich schlecht? Weil gesagt wird ja immer, unser Leerstand ist niedriger als der Durchschnitt. Und so weiter und so fort.

Speaker1:

Speaker2: Wir haben ja immer den Traum von Inhabergeführten Läden und keine Filialen usw usw. Ja, wundert mich. Also gut, das ist jetzt vielleicht ein unfairer Vergleich, aber geh nach Freiburg, Freiburg ums Münster ist am Samstag als Volksfest, also da ist Markt, aber da ist Volksfest, da ist da geht man hin, da trifft man sich und da ist unser Markt auf dem Marktplatz dagegen echt schwach. Klar trifft man sich und die Blase trifft sich dort oder so, die dort einkauft. Aber dort habe ich das Gefühl, dass ich einfach viel viel mehr. Es ist halt auch eine Studentenstadt, die mir hier natürlich 10.000 oder wie viele jetzt hier sind und vielleicht mal irgendwann mehr. Und klar gibt es den großen Traum, dass die hier alle mal irgendwie wie die Hefe im Teig wirke. Ja, ich weiß es nicht. Vielleicht haben wir eine andere Kultur. Hm, ich weiß es nicht. Also es wäre schon der Traum natürlich, dass man sagt, Orte zu schaffen. Die Fußgängerzone hat immer seitengassen Jetzt versucht man ja, die Turmstraße und die Zehntgasse grün zu machen und damit irgendwas zu schaffen. Dass die Verbindung von der Ulmer Straße runter ans Neckarufer passiert sicherlich gut, das muss man jetzt weitertreiben.

Speaker2:

Speaker2: Man muss diese endlosen Parkflächen, also Parkierungsflächen in Parkflächen verwenden, weil das ja auch wieder nichts anderes ist wie Erhitzungsfläche, die natürlich das Wohnen in der Stadt unglaublich schwer macht auf Dauer. Wir werden über Fassadenbegrünung reden müssen. Wir haben es hier am Gebäude, wir bräuchten es wahrscheinlich gar nicht, aber das war damals für uns ein Ansatz. Ja, wir machen das. Mir profitieren im Sommer davon. Unsere Bude erhitzt sich nicht so, das ist sicherlich. Ja, da kommen ja wieder eine Diskussion. Ich fahre hin. Also Begrünung, aber auch Aufenthaltsqualität. Ich habe mal irgendwo gesagt Ja, man muss auch. Es ist jetzt Paris und es ist jetzt an der Seine. Da stehst du und guckst zu, wie der Mensch Tango tanze und nach jedem Tanz wird gewechselt und so, da entsteht eine Kultur oder oder Hip Hop oder irgendwas. Aber ich weiß wo. Wo bespielt wird durch Menschen, wo nicht bloß durchgehetzt wird, wo Aufenthaltsqualität ist, wo man sich freut hinzugehen. Und wo kann man heute hingehen? Auf der Wartburg oder wenn man Fußgängerzone werden? Ich gar keine Frage. Aber so, weißt du.

Speaker2:

Speaker1: Dieser Steg, der da zwischen den beiden Türmen am Neckar gebaut werden soll, auf der auf der Seite vom Marahaus, dass man auch da unten ans Wasser kann.

Speaker1:

Speaker2: Ja, okay, ist sicherlich, Was meinst du?

Speaker2:

Speaker1: Also.

Speaker1:

Speaker2: Und dass man die Uferzonen, die dann auch wirklich. Ja, ich habe ja da mal irgendwas gesagt, von wegen Stellt euch doch mal vor, auf dem Neckar sind lauter kleine Boote mit irgendwelchen Weingüter unterwegs und da sind Lämple drin und so wie so kleine Leuchtkörper. Der Neckar ist ja und das sieht man ganz exemplarisch am Neckarfest oder Lichterfest, wie es heißt, plötzlich richtige Arena. Da guckt man sich zu und erlebt was und dann sind da irgendwelche Drachenboote. Also sobald dort Leben ist, wirst du auch Publikum dort haben, wirst du ganz andere Identifikation mit dem Ort haben und das wäre einfach wichtig. Also wir müssen das natürlich weitertreiben. Also es geht dann auch Richtung Bürgerstolz. Dann sage ich Mensch, ich komme aus Heilbronn, Was? Alle reden von Würzburg, von dieser Steinbrücke, wo sie alle stehen, ihren Wein schlürfe und da wunderbar zum Kapelle hoch zur Festung gucken oder sonst irgendwas. Also der Main runtergucke. Ja, ja, vielleicht ist das halt unser Thema. Wie auch immer, dass auch die Grünzone von der Wertwiese über den Neckar durch die Stadt bis in Neckarbogen. Wunderbar! Kann man doch alles weiter ausbauen. Das sind doch alles viele, viele Pfunde Pfunde, mit denen wir da arbeiten können.

Speaker2:

Speaker1: Also die Hoffnung ist nicht verloren.

Speaker1:

Speaker2: Ne, darf ja nie verloren gehen. Also es kann gar nicht sein, du musst halt rufen.

Speaker2:

Speaker1: Und ich als Laie habe den Eindruck, dass sagen wir mal so, die letzten fünf, sechs Jahre wird immer häufiger auch so von der neuen Heilbronner Architektur, also auch mit dem Neckarbogen usw gesprochen. Bücher komm raus etc. pp. Ist es so? Hat sich da was getan? Bessere Qualität, mutigeres, moderneres Bauen? Oder ist es so ähnlich? Heiße Luft wie man den Neckarbogen verkauft hat? Also alles schön und gut, aber gibt es in 23 anderen deutschen Städten genauso?

Speaker1:

Speaker2: Gibt es, aber man muss immer gucken, wo man herkommen und dafür war es schon ein Quantensprung, das muss man einfach sagen. Aber ich habe jetzt gerade eher um die Angst, dass es jetzt halt aufgrund den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch so rum, vielleicht auch mal wieder rückwärts geht. Also dass dieser Anspruch, der da ist und der, das muss man auch sagen, der Anspruch geht ja eigentlich, man sagt immer Konzeptvergabe ja gut, okay, aber zum Schluss guckt man dann immer auf irgendeiner Fassade und stellt sich da was drunter vor. Und vielleicht ist da noch ein wichtiger Name der Nähe, der das irgendwie geplant oder sonst was hat. Konzeptvergabe geht mir eigentlich in dem Konzept im Prinzip weiter. Also das ist ja nicht bloß Hülle und sondern der Inhalt des und da muss noch mehr entstehen als einfach als Idee wie wie man wohnen wolle. Welche Vielfalt gibt es denn hier im Neckarbogen jetzt an Wohnformen? Klar gibt es da die, die Apollo als Baugruppe haben, das gut macht. Aber. Ja, es gibt natürlich auch die offenen Hilfen, die hier dann sind usw da gibt es schon. Aber vielleicht geht es auch weiter. Also da müssen wir weiterdenken. Und wenn ich mir einfach denke, wie viel, wie viel Einpersonenhaushalte gibt es denn mittlerweile in der Stadt? Wahnsinn. Stell dir vor, die werden alle alt. Wo wohnen denn die? Wäre nicht spannend zu sagen Leute, ihr werdet jetzt alt, was machen wir mit euch? Oder was wollt ihr denn? Im Heilbronner Osten.

Speaker2:

Speaker1: Standen noch viele Villen, wo nur noch eine oder gar keine Person mehr drin lebt. Schlimm.

Speaker1:

Speaker2: Schlimm insofern, weil da ein großes Potenzial ist für andere, die es vielleicht dringender bräuchten. Ob es sich das leisten kann, ist die andere Frage. Aber kann man den Menschen, die dort jetzt mit der Mariakarte, mit dem Riesenhaus vielleicht überfordert sind? Kann man denen vielleicht irgendwo einen Ort bieten, wo sie sagen Yo, es muss nicht das Auto stehen, um sein, aber irgendwas, wo sie sagen können Ja, da fühle ich mich wohl. Da bin ich weiterhin in Heilbronn. Ich bin vielleicht sogar in der Stadt. Ich bin an der Kultur dran. Was machst denn im Alter? Also, du triffst dich doch im besten Fall mit anderen. Ein soziales Leben führen, dass du so lange wie möglich und es wird uns Boomer erst recht interessieren. Ich bin noch kein Boomer, aber ich bin es. Ja, aber das wird uns alle noch tierisch interessieren müssen. Wie geht's denn weiter? Hocken wir daheim und gucken in den Fernseher? Oder haben wir eine andere Idee vom Leben? Und da finde ich, da muss man noch kräftig drüber nachdenken und Angebote mache.

Speaker2:

Speaker1: Ich habe was Spannendes gesehen auf einer Ausstellung in Stuttgart. Da wurden Leute aus der Kultur und Kreativwirtschaft ausgezeichnet, und da waren auch Architekten dabei, die haben in Karlsruhe war das, glaube ich, so ein Projekt gehabt, Da haben sie also das hat jetzt nichts mit sozialem Leben, aber mehr Wohnraum schaffen und schon vorhandene Strukturen nutzen. Die haben auf so einstöckigen Garagenwohnungen draufgesetzt und das genutzt sozusagen. Und da ist mir tatsächlich, als ich das gesehen habe in Böcking oben die Schanz, wo es dann runter nach Neckargartach geht. Da gibt es ja dann auch so mehrere nebeneinander, so diese einstöckigen Garagen und da kannst du auch Buden draufbauen.

Speaker1:

Speaker2: Also die ganzen Parkflächen, Parkierungsflächen muss man korrekt vor irgendwelchen großen Discountern, sei es in der Charlottenstraße am Edeka, sei es beim Lidl. Wenn du von Neckarsulm reinkommst, egal wo, diese ganzen Flächen könnte man doch eigentlich überbauen, oder? Also du kannst dann weiterhin im Schatten parken, wenn du so willst. Ja und du kannst drüber dann irgendwelche Flächen generieren für keine Ahnung was. Also das sind Flächen, wo sich jetzt im Moment die Luft erhitzt, wo man wiederum eine Erhitzung der Stadtluft erleben werden. Das wären alles Potenziale. Also das ist jetzt nicht nur auf meinem Mist gewachsen, das ist wie so viele andere auch. Also ja. Es gibt viel und es muss. Man kann und man muss viel anstoßen. Und man muss halt auch motivieren, glaube ich. Man muss vielen Menschen dann vielleicht sagen Du, pass auf, das könnt vielleicht so oder so aussehen. Das wäre, glaube ich, schon auch wieder. Sind wir schon wieder beim Herr Ringle, den ich befragte, heute mit Aufgabe? Ja, also. Das wäre was, um die Menschen mit der Stadt. Eine lebenswerte Stadt zu bringen. Das muss das Ziel ja sein. Nur dann würde ich ja gerne dort leben, wenn das lebenswert ist, sagt Münch. Ich wohne in Heilbronn. Stell dir vor, du und das ist so toll und da kann ich hinfahren und oben drüber wohnen. Ich kriege gar nichts mit von dem. Und wir haben ein schönes grünes Atrium und oben drüber ist eine grüne Dachterrasse und wir sitzen da unter Weinreben. Keine Ahnung. Also kann man ja mal Bilder entwickeln. Großartig.

Speaker2:

Speaker2: Ich bin vor. Wann war das? Letztes Jahr bin ich von einer von interessierten Bürgern, sage ich es jetzt mal, angesprochen worden. Es gibt im Norden, bei dem Mehrgenerationenhaus gibt es eine Wohnanlage. Ich wusste auch nicht, Rauchstraße oder was dahinter gibt, da irgendwo man da raus fährt. Der hat eine tolle Struktur von der Grundordnung. Das ist so wahrscheinlich letztes Jahr, 20. Jahrhundert, 1920 oder so entstanden und ist natürlich klimatisch nicht up to date, barrierefrei schon gar nicht ist von der Wohnstruktur kann man da vielleicht mehr machen usw. Ja, wo ich es dann gesehen habe mit denen da draußen war und ich gesagt Was, was denkst denn du dazu? Sage ja Mensch. Toller Innenhof würde ich. Hat die Häuser ja ausgezeichnet, weil die haben ja noch Hühner gehabt oder weiß der Kuckuck was. Eigentlich tolle Struktur und da haben man dachte, da könnte man auch was machen. Um das zu erhalten, aber b wieder flott zu kriegen, was zu sagen. Okay, wir legen einfach eine innere Erschließungsring hin und das setzen wir zwei Aufzugskerne hin. Außen immer. Und dann gehst du da oben entlang und plötzlich ist das Obergeschoss auch wieder für alle erreichbar und du kannst ganz neue Dinge machen. Du kannst ins Grünkonzept mit. Du kannst auch nach einer Tiefgarage runter, wenn es das gibt. Solche Dinge müssen wir weiterdenken. Das wäre so die Transformation von Bestehendem und dessen Nettopreise, sondern weiterentwickeln und vielleicht die Stärken, die es hat, weiterentwickeln. Dass man sagt Da wohne ich. Guck mal, wie leicht es da drin ist.

Speaker2:

Speaker1: Reißen die Heilbronner zu schnell ab?

Speaker1:

Speaker2: Das weiß ich nicht.

Speaker2:

Speaker1: Oder sprengen?

Speaker1:

Speaker2: Ja, das ist natürlich ein Trauma, das sprengt oder stößt. Theater natürlich. Klar. Theater wird man nie machen. Wird man also die Menschen, die das damals entschlossen beschlossen haben, Die haben bestimmt gewusst, was die machen. Und das würde ich gerne mal verstehen, was die.

Speaker2:

Speaker1: Ich weiß nicht, wer es war, aber vor ich. Wann war das? Als die Taliban da Afghanistan übernommen haben? Vor 15, 20 Jahren? Dann haben die ja irgendwann mal so riesige Steinstatuen in die Luft gesprengt. Buddhistische, glaube ich, da erinnert das so bissle. Ja.

Speaker1:

Speaker2: Ja, ja, ja. Also sicherlich hat man damit natürlich auch eine Identifikations identifikationsbau echt, echt, echt, unwiederbringlich zerstört. Theodor Fischer Wir sind hier der Theodor Fischer Straße, der war der Bau. Der war nicht Bauherr, sondern Planer. Auch ein guter Planer zu seiner Zeit. Und wenn man nur das vordere Teil hättste, lasse als Fassade großer Raum Feuer und dahinter neu gebaut hätte. Es wäre in der Flucht der Allee, wo es angemessen wäre. Jetzt kommen wir mit der Allee irgendwo beim Schild, wofür Peter Palmen oder sonst was geworben wird. Ursprünglich war, so ich meine Information, der Wettbewerb 1962 für das Theater. Damals war es geplant mit seinem jetzigen Foyer in der Flucht vom von der Allee gewesen. Aber irgendwann hat man gesagt Ach nee, jetzt schiebt man es zur Seite in die Straße, geht durch, und da kommen wir direkt auf die Weinsberger Straße und bla bla bla. Ja, dann muss es Theater, Entschuldigung, neu entwerfe. Aber nein, das ist auch wieder so Heilbronner Pragmatismus nehme ich schiebe es halt 20 Meter zur Seite. Das ist immer noch Theater. Ist gut. Schade. Thema verfehlt. Wird im Deutschaufsatz sagen.

Speaker2:

Speaker1: Wo man es besser machen kann. Ist im IPay, wenn er gebaut wird, der Innovationspark. Wie fandst du den Entwurf? Also neun waren glaube ich im Finale. War das auch der, der dir von den Neuen am besten gefallen hat? Wie findest du die Kreisform?

Speaker1:

Speaker2: Ja, definitiv, muss man einfach sagen. Und das ist dieses Büro VR TV. Wirklich? Da hat es auch seine echten Stärken. Also ich weiß nicht, noch an die Expo in Hannover haben die der niederländischen niederländischen Pavillon gemacht. Das waren die Geschichte der Landschaften. Ja, man erinnert sich heute an diesen Pavillon und an den von Zumthor. Da sind wir wieder beim anderen. Der Schweizer Pavillon wurde einfach Holzstämme übereinander gelagert hat und Musik und Trachten und alles. Also dieses Büro hat sicherlich ganz, ganz, ganz große Stärke. So, ich sage mal fast comicmäßig, eine Idee würde ich durchzuziehen. Jetzt hoffen wir euch auch, dass die Idee so wird. Dieser Kreis. Es ist ja nur erst mal guckt jeder auf den Kreis, was ich in dem Kreis so abspielt wie eine Festplatte, wo viele weiß der Teufel was drauf sind oder so. Ja, ich auch. Flexibel letztendlich in gewisser Weise ja, aber Chance. Es gab ja auch noch vom anderen Holländer, vom Lehrmeister, von MF, von Rem Koolhaas gab es ja auch einen Entwurf, der sich ja über die Gebäudestruktur erst mal definiert hat. Also lauter rechteckige Körper, die immer installations Geschossgeschoss drüber drunter usw. Auch typisch holländisch, wie so ein ganz konzeptioneller, strenger Gedanke. So wie die eine im Kreis, so hat er sich etwas Gebäude, dann macht er. Dann gab es beim Herzog de Meuron mit ihrem Großen mit der großen Linse da wo sich da so als Dach, wo aber die Wohnungen so ein bisschen an der Seite waren, ich glaube, zum Schluss war das natürlich das signifikanteste und. Ja, und jetzt muss man an dem Thema weitermachen.

Speaker2:

Speaker1: Und das deutsche Baurecht, kann das dem Ding noch einen ordentlichen Strich durch die Rechnung machen, oder?

Speaker1:

Speaker2: Na ja, sie werde sich halt mit deutschem Baurecht auseinandersetzen müssen, ist klar. Also wie jedes was.

Speaker2:

Speaker1: Ist es in Holland zum Beispiel. Aber die bauen ja weltweit, also die bauen.

Speaker1:

Speaker2: Weltweit, die sind in Taiwan, in China wahrscheinlich dann eben nicht. Aber egal, die sind weltweit tätig. Aber ist das.

Speaker2:

Speaker1: Deutsche Baurecht extrem nervig im Vergleich zu anderen oder ist es ganz gut?

Speaker1:

Speaker2: Mein Kollege Riglewski ist ja öfters in Dänemark und er erzählt mir dann immer, was er da sieht und was er dann dann wahrnimmt und denkt Gott, wie machen die das denn? Und da funktioniert es ja auch und da sind ganz andere Vorschriften. Die haben natürlich mittlerweile das Thema, was wir hier anstreben, das die so zentrale Heizungsversorgung haben für Wohnbezirke usw, sodass du dann immer sagen kannst. Okay, ich kriege die Wärme von irgendwoher nach dorthin und das muss dann halt entsprechend ökologisch produziert werden usw. Da wirst du auch nicht frieren. Aber manchmal ist schon so, dass wenn man das anschaut, schauen wir da ungläubig drauf und denke oh ja, wie geht denn das bei denen und warum funktioniert es? Die frieren ja auch nicht mir mir. Neige dazu und das ist ja jetzt gerade auch das Thema mit dem KfW 40 und alles mögliche auf das, was man jetzt schon haben wir rede verdammt viel über Neubau, da noch mal was drauf und noch mal die Kurve wird ja immer flacher. Das Ergebnis aber der Preis wird immer steiler dagegen, das ist das Wir müssen viel, viel, viel mehr über Bestand reden, wie man den hochbringen, weil sonst wird das mit unserer Energiekrise nur schlimmer und nicht besser. Also wir kriege die größte Wirkung im Bestand und da muss man sich drum kümmern. Und dann bin ich wieder bei der Nordstadt oder bei der nördlichen Innenstadt, wo ich wohne ja sowieso. Also der Keller hat viel Aufgabe, ist klar. Ja, hoffentlich hat das gewusst, was ich hier beworben hatte.

Speaker2:

Speaker1: Weil wir gerade beim KI Innovationspark waren. Setzt ihr euer Büro irgendwie schon KI zur Unterstützung ein? Gibt es Architektur? Kis, die schon Sinn machen irgendwie.

Speaker1:

Speaker2: Es wird kommen. Also ich glaube, das wird kommen und ich hoffe und da hoffe ich jetzt wieder, wie gesagt, was du über die Kollegin da beschrieben hast, wie man Prozesse oder wie man was denkt, dass das bitte nie verloren geht. Also weil die Gefahr jetzt vorhin mal gesagt so platt ja man guckt sich dann einfach auf Fassade an und die überträgt man dann halt. Die ist nämlich unglaublich groß und die wird durch so etwas noch viel, viel größer. Also du kannst dir jetzt ja Texte machen für irgendwas und dann wer hat das jetzt gemacht? Man erkennt es dann am Inhalt hoffentlich noch, dass er die Wahrheit nicht so aussieht, wie da plötzlich ganz fein formuliert dann plötzlich vor dir liegt. Und so werden wir es in der Architektur dann eben auch erleben, dass einfach was weiß ich, das Guggenheim zwölf mal woanders noch kopiert wird. Oder ich weiß nicht was. Ja.

Speaker2:

Speaker1: Also bei Kunstwettbewerben haben ja schon Einreichungen, die von KI's generiert wurden, Bilder gewonnen. Also meinst du irgendwie.

Speaker1:

Speaker2: Die Gefahr ist da? Also die Gefahr ist. Würde ich da. Ja, wir werden damit umgehen.

Speaker2:

Speaker1: Ich habe. Ich habe eine KI. Humorvolle Fragen an einen Architekten stellen lassen. Die werde ich dir stellen und mir auch mal erklären lassen, was Architekten an Handwerkern nervt und umgekehrt. Und dann kannst du mal erzählen, ob sie da eher richtig oder eher falsch lag. Kommen wir zu den humorvollen Fragen. Warum tragen Architekten schwarze Rollkragenpullover? Vorab mal.

Speaker1:

Speaker2: Ich habe zwei tatsächliche schwarzes Hemd an, die bevorzugt. Eigentlich eher dunkelblau, aber warum? Gute Frage. Warum tragen Architekten schwarz? Gibt es ja Buch. Ich glaube, das ist die einfachste Lösung. Also Architektur sind ja vielleicht ziemlich einfache Menschen, manchmal. Und wenn du schwarz trägst, dann.

Speaker2:

Speaker1: Wie viele Rollkragenpullover? Schwarze besitzt du? Kein. Keinen Schimmer. Wie viele Kaffeetassen brauchst du, um einen Entwurf fertigzustellen? Seid ihr so Kaffeefetischisten? Architekten.

Speaker1:

Speaker2: Ich nehme jetzt täglich bloß noch zwei Tassen, weil ich einfach gedacht habe, Da musst du jetzt wegkommen von dem Zeug. Also, ich mach das. Und ich freu mich auch drauf, dass sie so einen Kaffee trink. Aber das ist ein Genuss.

Speaker2:

Speaker1: Und wie viel waren es zu Hochzeiten? Zu Hochzeiten?

Speaker1:

Speaker2: Ist die Maschine durchgelaufen? Ist ja klar. Also, zu den Zeiten, wo man wirklich noch. Und das ist mir jetzt Gott sei Dank ein bisserl weg. Aber früher war das ja eine Adelung. Wenn du mindestens zwei Nächte am Stück durch geschafft hast und mit schwarz geränderten Augen wie der Pullover dann von mir aus so durch die Gegend laufen bist und stolz auf die Schulter klopft. Boah, hab ich dann Wettbewerb, macht mich vollkommen fertig und habe wieder nicht gewonnen oder so, ja. Also Selbstausbeutung pur. Ja, wie mir das hier halt. Also ja, gut, die Kaffeemaschine ist klar. Die ist natürlich am Laufen. Jeder darf da hin. Es gibt aber auch Wasser. Also wir haben jetzt alles umgestellt, dass du aus dem Wasserhahn einen Sprudel, dann sehe ich usw es gibt dann hier Obst, es gibt dann Süßigkeiten, es gibt alles, also ja.

Speaker2:

Speaker1: Aber der Kaffee liegt euch schon am Herzen. Ich Architekten.

Speaker1:

Speaker2: Kaffee. Also geh mal irgendwo hin, wo er Besprechung ist. Was wir dann als erstes angeht. Was habe ich dir angeboten gerade. Also was.

Speaker2:

Speaker1: Habe ich? Was habe ich selber dabei gehabt? Kaffee?

Speaker1:

Speaker2: Ja. Also. Ja, es ist wohl so, es ist. Ja, es ist ein Kultgetränk in gewisser Weise. Es ist vielleicht auch macht man so? Ja, man könnte auch sagen Tee. Aber Tee ist vielleicht eher zu gemütlich oder zu aufwendig. Oder wie lange muss er denn ziehen? Ein grüner Tee, ein was möchte schon gern so also.

Speaker2:

Speaker1: Kaffee ist klar. Was ist deine Lieblings Skizzenbuch Marke und warum ist es Moleskin?

Speaker1:

Speaker2: Ich muss jetzt gerade gucken, wo mein Buch ist. Ob es das ist. Es ist so was Ähnliches. Also, es ist ein großes Buch, DIN A4. Und es ist einfach schwer und groß. Und das ist ja so eine Art fast schon Tagebuch. Was? Du gehst in eine Besprechung, schreibstoff und dann nächstes und nächstes, dann guckst du dann wieder durch. Was habe ich da gehabt? Und das ist dann im Nachhinein schon interessant. Da war das und da war das und aha, da war das, warum es das ist. Ich finde, weil es ein schönes Format ist, weil es eine schöne Haptik hat. Das wäre mir wichtig.

Speaker2:

Speaker1: Aber jetzt keinen besonderen Faible bei dir für Moleskin, oder?

Speaker1:

Speaker2: Doch, natürlich auch. Aber ich gucke dann auch schon gerne nach was anderem, weil also du kannst ja in so Buchbindereien zum Beispiel gehen und da echt, da gibt es tolle Sachen. Großartig. Und da bin ich schon irgendwie angefixt und sage ja, gefällt mir nehme.

Speaker2:

Speaker1: Wie oft hast du schon versucht, ein Gebäude in Form eines Tieres zu entwerfen? Noch nie. Noch nie. Wann hast du das letzte Mal ein Lineal benutzt? Und war es nur, um es als Lichtschwert zu verwenden? Macht ihr das tatsächlich nicht?

Speaker1:

Speaker2: Nee, nee, nee, nee. Also, ihr habt ja vorhin gesagt, ich schaff noch streng archaisch an der Skizzenrolle. Und ich hab natürlich Dreikant, also sprich, weil ich nur die verschiedenen Maßstäbe dann drauf sind, und mit dem schaff ich dann schon. Also Ja.

Speaker2:

Speaker1: Was ist deine Meinung zu Ikea Möbel und oder Albtraum?

Speaker1:

Speaker2: Ach du, Das war früher sehr, sehr zweckmäßig. Ich hab letztens festgestellt, ich war schon ewig nicht mehr dort. Ich glaube die Bauern mittlerweile auch. Häuser Also in Wien habe ich irgendwas gesehen, wo die quasi ein Haus, glaube ich, mitgebaut haben. Die haben es.

Speaker2:

Speaker1: Mitgebaut, die haben da einen Store, ja, da kann man aber jetzt keine Möbel abholen etc. pp. Oben ist eine Roof Top Bar, da sind Wohnungen drin etc. pp. Also die haben sozusagen ihr Konzept draußen in der Fläche mit riesen Parkplatz da auch abgeändert und in dem Ding kannst du dir dann deine Möbel bestellen, die werden dir dann nach Hause geliefert oder so.

Speaker1:

Speaker2: Das was du jetzt gerade beschreibst, ist eine der Hoffnungen für eine Innenstadt. Behaupte ich also genau das, dass du jetzt dahin gehen kannst. Du kannst das anschauen, du kannst dich beraten lassen und dann sagen die Person von Jesus Christus per Dingsbums, bestelle online usw und du hast trotzdem in der Stadt noch jemand, der eine Fläche besitzt und wo jemand hingeht und nicht bloß auf der grünen Wiese.

Speaker2:

Speaker1: Also schwedische Kaufhäuser in die Innenstadt holen, weil die auch so ein bisschen. Es hilft Sinn für Architektur und Design.

Speaker1:

Speaker2: Ja klar.

Speaker2:

Speaker1: Wie oft hast du schon das war nicht in der ursprünglichen Planung als Ausrede benutzt.

Speaker1:

Speaker2: Bestimmt habe ich es schon benutzt. Bestimmt. Wie oft? Keine Ahnung. Also natürlich. Klar. Das gibt schon, dass du einfach gewisse Dinge planst und dann im Prozess wird es geändert. Aber du kannst ja zum Schluss nicht einfach sagen Das war ich nicht, du warst da, musst dich ja dazu bekennen. Oder du musst einfach sagen Mach ich nicht. Das ist das Nächste und das macht man euch auch. Also den Punkt gibt es auch. Das ist ein Punkt, da ich schon mal sagen muss Nein, mache ich nicht, weil es geht mir dem Bauherren nicht. Also mir macht es in der Regel so, bevor wir mit dem Bauherr was machen, zumindest mit privaten Bauherren, machen wir einen Vorentwurf und testen uns gegenseitig. Können wir überhaupt? Dann haben wir die gleiche Sprache, weil es ist ja nichts Blödes, wenn du was bauen muss mit jemand, wo es nicht geht. Also ich verstehe richtig klasse und für uns genauso wenig. Also deshalb machen wir einen Test.

Speaker2:

Speaker1: Dann hat mir Cherrypicking ein paar Punkte. Was was Architekten an Handwerkern nervt, genannt. Der Satz Das geht nicht. Stimmt es? Hört ihr denn oft auf der Baustelle?

Speaker1:

Speaker2: Ja, aber das ist ja Herausforderung. Also sind wir wieder vorhin. Wie motiviere ich jemand, wenn der mir sagt Das geht nicht, Dann muss man schon erklären, warum es nicht geht. Und dann versuche ich einfach, mit ihm in die Diskussion zu kommen. Es gibt nicht welche, die sind einfach Geht nicht gut, Dann geht es aber auch wirklich nicht und dann muss er quasi die Baustelle verlassen, sage ich mal, das wäre nicht der worst case und wolle man nicht. Man muss mit dem in die Diskussion kommen. Und natürlich müssen wir auch bereit sein, auf das, was der echt sagt, einzugehen. Also wir versuchen schon zu verstehen, was Handwerker können und wollen und leisten können. Aber wenn wir auf dem Holzweg sind, dann muss man Gott sagen. Ja gut, okay, danke, hab was dazugelernt und dann machen wir es bitte so und so und zum Schluss glaube ich, packst du den an der Handwerkerehre und dann wird das genauso mache, weil seine Idee war es ja dann, das so zu machen. Man muss es zeige.

Speaker2:

Speaker1: Erlebt es oft auf der Baustelle, dass Handwerker eigenmächtig kreativ irgendwas umplanen oder.

Speaker1:

Speaker2: Auch Bauherren. Also das ist manchmal schon so, wenn du nicht auf der Baustelle bist. Und dann gibt es so manchmal eine unheilige Allianz, sag ich mal, der Handwerker geht zum Bauherren, sagt Oh, das geht doch gar nicht, Mensch, der Architekt, der Furz und du kommst raus und es ist plötzlich ganz anders. Der dann muss erst mal wieder rückwärts rot. Also muss sagen Nee, stopp, so nicht. Du hast dich dann zu rechtfertigen. Bei zwei Seiten auch klar. Aber das sollte man bitte tun, weil sonst, wenn das einmal einreißt, dann geht man bitte nicht mehr auf Baustellen und sagt Mach es selber. Aber. Da habe ich bisher immer noch so viel Vertrauen von allen Seiten gehabt und dafür muss ich aber auch kämpfe. Das ist, weil Bauer dauert.

Speaker2:

Speaker1: Also kommt mir Du hast ja ganz am Anfang mal gesagt, du seist bei der Feuerwehr oder was war alles andere als Abiturient da? Erst mal bei den Jobs auf Baustellen. Ja, da um dein Standing vielleicht noch mal ein bisschen mehr kämpfen musstest, ist es so ein bisschen. Jedes Mal, wenn der Architekt irgendwie für ein neues Vorhaben da auf die Baustelle kommt oder in den ersten Tagen, Wochen oder wenn ein neues Gewerk da ist, dass er immer wieder sozusagen sich da beweisen durchsetzen muss, weil er immer wie du damals der Abiturient bei der Feuerwehr und eigentlich kommen nur Haupt und Realschüler da hin, weil die anpacken können und die Abiturienten ja nicht. Also ist das euer Kampf?

Speaker1:

Speaker2: Ja, aber die beste Methode ist einfach so lange Schmied hin. Also hier bei unsere grüne Ecke haben wir einen Elektriker gehabt und der hat gesagt, das geht nicht. Wir haben gesagt okay, ich gehe mit dir auf die Baustelle, um mir Verleger zusammen die Leitungen und dann gucken wir, wie's geht. Und ab dem Moment war Ruhe. Also du musst dann auch zur Not auf dem selben Spielfeld. Du wirst nie können wie der. Aber du musst mir zeigen, dass du nicht der hochnäsige, Arrogante, selbstbewusste, weißt du, der weiß ja alles, sondern du lässt dich bitte auf den ein und dann kann ich auch mit ihm drüber reden, ob das nicht vielleicht doch so geht.

Speaker2:

Speaker1: Und sind wir jetzt bei dem Punkt auch wieder vom Anfang, wo dir der Praxisbezug der neuen Absolventen fehlt? Und die können halt nicht sagen Komm, das gucken wir uns gemeinsam an und legen den Schlauch und dann gucken wir mal und dann müssen sie ihm halt glauben, dass es nicht geht. Zum Beispiel.

Speaker1:

Speaker2: Ja, das ist das. Das ist das, was ich genau also dieses. Es gibt so das amerikanische Modell, die Architekten sind die Gestalter und die Haltegestalt Idee. Und dann kommt es in Hände von irgendwelchen Konstrukteuren, und die machen es dann so, dass es gebaut werden kann. Das ist aber nicht unsere Philosophie, sondern wir versuchen schon, das dann im Detail und mit dem hoffentlich notwendigen Fachwissen auch zu zu machen. Also mein Partner, wahrlich Schreiner gelernt. Das ist wunderbar, weil der kann schon zur Not Frage was geht oder was geht nicht oder das ist ganz ganz große Rückversicherung. Und ich sehe leider ja leider so, dass die, dass die die Idee oder einfach die Lust auf den Bau zu gehen und das auch mal wirklich dann eine Zeit lang durchzustehen bei Wind und Wetter. Das klingt jetzt alles ein bisschen dramatisch, aber es ist halt auch so Ich finde, du kipp auf dem Bau, wenn du auf dem Bau nachher auch spiele. Ein Dirigent muss auch ein Musikstück spiele, wenn er die Mannschaft dirigiert. Und nichts anderes sind wir ja, Da muss er ein bisschen Verständnis haben Wie tut eine Trompete, was kann ein Geiger und kann jetzt nur sagen Ja, mach ich das mal oder so? Ja. Ich bin ja dann verloren. Also das ist meine Denke da.

Speaker2:

Speaker1: Dann habe ich auch noch was aufgeschrieben bekommen, was Handwerker und Architekten nervt. Mal schauen, ob das immer so so unrealistische Pläne. Ja.

Speaker1:

Speaker2: Gibt es. Ich habe jetzt hier im Büro also genau aus der Erfahrung raus, aber jetzt Reihe entwickelt, die heißt Praxis und Theorie. Hier kommen Handwerker her, erzählen uns, wie es geht, was sie Genau die, die was du jetzt gerade so sagst. Diese Pläne. Man muss sich einfach auf die Menschen mal einstellen. Was machen die denn auf der Baustelle? Die haben kein Computer, wo sie ranklinge können. Wie groß ist denn das jetzt? Wie viel Abstand habe ich da, Welche Fuge habe ich da usw sondern du musst einen Plan haben, mit dem der auf der Baustelle womöglich eine deutschsprachig auch noch weiß, was er machen muss. Denn alles andere ist ja im Moment nur Papier. Es geht ja darum, dass was gebaut wird. Also muss man sagen okay, der hat jetzt einen Plan und der macht einen Rohbau. Okay, dann habe ich bitte in Rohbau Plan, wo das da drin steht und dann vermaß ich nicht den Stuhl, den es später mal da gibt, oder? Also ich jetzt übertrieben, aber verstehst, dass ich weiß, der muss das machen. Also bitte kümmere ich mich, dass der das machen kann Und da hilft mir die erste Wand, die.

Speaker2:

Speaker1: Ausstattung mit drauf.

Speaker1:

Speaker2: Und dann fälschbar. Das hab ich gedacht, das passiert mir nicht. Natürlich passiert es. Aber bitte immer gucken, was geht und dass ein Handwerker Handy hat, dass er noch irgendwo hinkommen muss, dass er Maschine hat, dass die schaffen muss. Er braucht ja auch einen Arbeitsraum. Das sind alles die Dinge, die ich immer gut. Deshalb ist es gut, wenn man mal eine Baustelle erlebt.

Speaker2:

Speaker1: Das nächste, was Handwerker nervt an euch Mikromanagement gibt es das, dass jede Schraube und jeder Nagel kontrolliert werden will. Vielleicht gerade am Anfang von der Karriere oder so oder wenn man die erste Mauer mal umgestürzt ist.

Speaker1:

Speaker2: Ich habe mal erlebt, dass jemand ganz, ganz, ganz stolz war, dass er in jeder Steckdose die Schraube immer 90 Grad zum Boden war oder so was. Ja, das habe ich jetzt ein bisschen für geistige Onanie halt, also. Aber klar geht es schon darum, dass man, weil wir sind ja auch verantwortlich, also was der Bauherr sagt nicht zurecht. Ich habe dachte kontrollierst du schon Bauleitung? Und wenn das eben notwendig ist, dass was weiß ich soundso viele Dübel da drin sind, damit es funktioniert, dann sollte man vielleicht mal gucken. Am besten am Anfang, dass der Handwerker das auch weiß und vielleicht dann noch mal zwischendrin, dass er nicht sagt So, jetzt ist sofort. Es hilft ihm ja auch nicht, wenn er es nicht macht. Er ist ja genauso in der Pflicht.

Speaker2:

Speaker1: Na ja, aber so der Drang zu Überkontrolle ist es was, was Architekten so es gibt sicherlich sind.

Speaker1:

Speaker2: Ich gehe Das ist ja auch natürlich immer so ein Bauchgefühl, aber es hat mich bisher noch ganz, ganz selten getrogen in dem Moment, wo ich glaube, dass ihr Vertrauensverhältnis zu einem habe. Und da verlasse mich halt auf meinen Bauch. Dann habe ich noch selten erlebt, dass mir einer betrogen hat, denn das wäre ja Betrug. Im Zweifelsfall musst du Rückbau. Also klar. Wir haben Sporthalle, Untereisesheim, Sichtbeton ausgeschrieben. Ist schon lange her und dann haben wir halt mal erwähnt, aber echt weg. Spitze lassen. Und das war nicht lustig. Das war weder für uns noch für den Handwerker lustig. Ich weiß aber, dass der Handwerker jetzt, wenn er den Anruf weiß, der was Sache ist und ich keine Verletztheit, nichts. Wir haben Achtung voreinander. Das ist wichtig.

Speaker2:

Speaker1: Okay. Entweder oder. Jetzt kommen wir.

Speaker1:

Speaker2: Dahin. Jetzt kommt ja Trump oder Putin. Ja, genau.

Speaker2:

Speaker1: Alte oder neue Gebäude.

Speaker1:

Speaker2: Beides geht es. Bei dir kann man ja erst mal neu. Wir planen erst mal neu. Aber natürlich muss man immer bedenken, welche Chancen hat man? Keine neue Geschichte erzählen. Nur zum Thema Alt Neu. Mein zweites oder drittes Gebäude, das ich das war 1900 war Nach dem Technischen Rathaus haben wir ihn. Dann fällt ein Auftrag bekomme einen Kindergarten zu planen, dann völlig. Die Welt ist heil und wunderbar. Das war ein Grundstück mit einer alten Scheune, das mitten durch einen Bach laufen. Da gab es von der Stadt eine Planung. So Vorplanung, Ja, den Bach legen, mal oben, dann die Scheune, ich mach mal platt. Jetzt gab es dort einen Ortsvorsteher, Hugo kicher Bauer. Großartig. War nicht auch Chef von der Kirche und von allem, also streng katholisch Und wir da draußen? Mir dann fällt exakt genauso. Und wir waren da draußen, haben uns das angeschaut und damals war noch Klotz und Sieger, also die der eine, der Bürgermeister, Oberbürgermeister, andere Baubürgermeister. Und die haben mich dann ausgeschickt und ich kannte den katholisch so Hugo Hm, die Scheune, lass mal wo stehe oder Na ja, gut, also warum nicht? Und den Bach? Hm, Schwierig, schwierig. Aber wir machen mal einen Entwurf und dann ist rausgekommen. Mir lass er natürlich die Scheune stehen. 1994 war das dann fertig. Man lasse die Scheune stehen. Wir dämmen mit Schafwolle, weil wir sind ja ein agrarisches Dorf.

Speaker2:

Speaker2: Wir bauen mit Holz ein Neubau über den Bach, weil das war ja Schwemmland. Durfte nicht schwer sein. Das wie auf Ski ist der geglitten dann das waren Holzbau und da gab es eine Brücke rüber und der Bach war natürlich der Bach und der Bach wurde ein bisschen ausgeweitet und wurde Erlebnisraum der des Kindergartens. Die Kindergärtnerin ist nicht fast ausgeflippt, die hatte. Seid ihr verrückt? Da ertrinkt doch jedes Kind. Bis jetzt ist noch keins ertrunken. Es ist egal. Das Schönste war nach circa elf, zwölf Jahren haben die mal gesagt Es ist so toll da draußen, das tut gut. Und wenn ihr das betrachtet in der Rückschau Wir haben nicht gewusst, was man mache, jetzt, wenn man heute das zurückschaut, wir haben erhalten, wir haben tatsächlich ökologisch so was gemacht, wir haben Holzbau gemacht. Also eigentlich war das vor 30 Jahren fantastisch. Und es habe nur zu verdanken, weil man mit dem Ortsbau, mit dem Ortstarif der Häuptling da verstanden habe, weil die in der Stadt in Neckarsulm drin haben das überhaupt nicht verstanden. Daher. Aber hinterher sind alle stolz. Also das Alt neu Entschuldigung wieder so ausschweife. Aber es hat jeder Ort seine eigene Chance. Volksbank war er altes Haus gestanden, wo ich dann auch in der Zeitung öfters habe lesen müssen. Jetzt haben die das Haus dann niedergemacht. Ja, ich glaube, es war trotzdem richtig.

Speaker2:

Speaker1: Beton oder Holz.

Speaker1:

Speaker2: Wir haben mit dem Kleinkind Haus. Der Waldorfschule den Holzbaupreis Baden Württemberg bekommen. Wir sind hier in einem Betongebäude, wo unser Ansatz war. Wir bauen ein Gebäude ohne Dämmung, nur mit Beton, mit Leichtbeton. Das war unser Ansatz, mit dem wir hier in der Buga angetreten sind. So nach dem Motto. Und jetzt haben wir vielleicht bei dem Thema. Wir wollen, wenn wir auf der BUGA was bauen, auch was zeigen, was Neues machen. Das war unser Ansatz. Wir dämmen nicht. Wir versuchen ganz, ganz, ganz einfach zu bauen. Das ist meistens, wenn man sagt, schon ganz gefährlich, weil da wird es gleich ganz kompliziert. Und wir machen eine Fassade. Begrünung hier aus den vorhin schon beschriebenen Gründen und auch optisch. Jetzt ist es ja wunderbar rot dann demnächst und so macht es echt Spaß. So also natürlich, wenn man heute nachdenkt, versucht man nicht so viel wie möglich in Holz zu machen. Aber wir werden nicht um Beton herumkommen. Also deshalb würde ich nie sagen entweder oder tut mir das echt leid. Es ist so jede Zeit, es gibt auch Stahlbau Stahlbau hat auch hohe hohe hohe Kompetenz. Darf man auch nicht vergessen, auch wenn das energetisch wichtig ist. Wir haben wir werden nie, nie, nie so viel Holz haben, dass wir alles in Holzbauer könne. Man werde keinen Keller mit Holz bauer können, der im Erdreich steht, also auf Dauer, aber werde vielen Holz machen können, klar. Und deshalb müssen wir uns da danach richten.

Speaker2:

Speaker1: Hochhaus oder Bungalow?

Speaker1:

Speaker2: Wahrscheinlich sogar dann eher Hochhaus, weil ich glaube Bungalow Bungalow, das hat sich ein bisschen überlebt. Also du kannst einen alten Bungalow vielleicht wunderbar dann wieder herrichten und so was. Aber Bungalow als Zukunftsprojekt? Ich weiß ja nicht.

Speaker2:

Speaker1: Offener Grundriss oder viele Zimmer.

Speaker1:

Speaker2: Je nachdem wie man leben will, natürlich bei offener Grund. Das ist was Tolles, aber man hört halt viel. Man sieht aber auch wieder viel Gründerzeithäuser haben ein fantastischer Grundriss, der nach wie vor unglaublich tolle, weil jeder Raum gleich ist und du kannst sie für alles verwenden. Und sie haben eine ganz geschickte Größe. Meistens um die vier mal 4 Meter. Kannst du tolles Esszimmer, tolles Schlafzimmer, tolles Kinderzimmer, alles machen und am besten noch Schiebetüren. So was. Das wäre vielleicht was.

Speaker2:

Speaker1: Glasfassade oder Ziegelmauer. Oder beides.

Speaker1:

Speaker2: Du hast ja mit der Frage. Mensch. Ja, ist halt jedes ein unglaublicher Reiz. Aber. Arno Lederer, von dem wir vorhin schon mal gesprochen habe. Ja, der hat natürlich viel in Ziegel gebaut und in Glas kombiniert, weil er immer gesagt hat, Ziegel ist ein Format, was du kannst. Eine ganz große Wand mache du immer kleines Format und sich immer bekannt. Und es ist einfach Vielfalt von dem Dadurch gliederst du schon mal, was du kannst. Aber Glasfassade groß mache zum Charakter vom Gebäude muss es schlicht und ergreifend passen. Oder vielleicht beides.

Speaker2:

Speaker1: Symmetrie oder Asymmetrie.

Speaker1:

Speaker2: Asymmetrie ist natürlich dann meistens ein bisschen spannender wie Symmetrie. Wenn dir das gelingt, einem gewissen Punkt einfach eine gewisse Unschärfe zu bringen oder einen Bruch. Natürlich ist die Symmetrie immer eine sichere Nummer.

Speaker2:

Speaker1: Horizontal oder vertikal. Hm.

Speaker1:

Speaker2: Du weißt ja, dass man immer beides nehmen kann, also horizontal oder vertikal.

Speaker2:

Speaker1: Zeichnest du lieber im Skizzenbuch von links nach rechts oder von oben nach unten?

Speaker1:

Speaker2: Das ist weder der Ort. Schlechter Ort. Wie kann doch da jetzt gar nichts drauf sagen musste ich schweige.

Speaker2:

Speaker1: Wahrscheinlich dann auch bei manchen von den nächsten. Aber schaun wir mal was dir Nele Innenhof oder Dachterrasse.

Speaker1:

Speaker2: Dachterrasse.

Speaker2:

Speaker1: Skandinavisches oder mediterranes Design.

Speaker1:

Speaker2: Momentan skandinavisch. Von der Geschichte her mediterran.

Speaker2:

Speaker1: Einheitliche Farbpalette oder bunt?

Speaker1:

Speaker3: Heieiei.

Speaker3:

Speaker2: Es hat bunt sein Reiz und es hat nicht klar eine gewisse Grundordnung, sein Reiz. Das wäre das Einheitliche. Also du hast. Ich rede jetzt wieder über unser Haus hier. Das ist ein Betonhaus, Aber da ist was Grünes. Davor. Ein Gitter, davor das ein Fenster drin usw Das gliedert dann natürlich. Das hätte man nie bunt gemacht. Aber ich weiß gar nicht. Gestern, vorgestern haben wir über irgendwas gesprochen. Olympiade haben wir vorhin auch schon gesprochen. 72 Otl Aicher mit seinem Wald, wo die verschiedenen Farben waren, wo das ganze dann nachgeprägt war. Wunderbar. Ich kann dir keine absoluten Antworten geben, sorry.

Speaker2:

Speaker1: Ich merk schon dann jetzt muss das. Aber jetzt kommen wir weg von der Architektur. Und zum Abschluss noch eine Frage zu Heilbronn Nehmen wir die Südstadt, wo ihr vorher waren wart oder den Neckarbogen.

Speaker1:

Speaker2: Jetzt sage ich schon Neckarbogen. Also ich sage Neckarbogen, weil ich komme hierher und das war noch am Anfang viel, viel mehr. Ich bin hierher gekommen und ich war wie im Urlaub. Also, das war typisch hier. Du kannst hier. Du kannst. Du siehst bei dem See da draußen oder bei dem Wassersee. Ja, egal. Da erlebst du Szenen, da denk ich. Wow, Jetzt bin ich irgendwo an der Küste.

Speaker2:

Speaker4: Oder?

Speaker4:

Speaker2: Ach, es ist ja fast mediterran. Nicht ganz, aber es ist so! So ganz, ganz unterschiedlich. Und das ist das, was ich hier schon genieße. Und natürlich haben wir hier im Gegensatz zur Stadt, außer wenn wir auf unserer Dachterrasse waren. Hier habe ich einen Blick, der ist unglaublich weit. Damals ging halt gerade mal sechs 7 Meter, nämlich bis zur Rückwand vom Stadtplanungsamt.

Speaker2:

Speaker1: Und in die andere Richtung stand Zollhaus im Weg.

Speaker1:

Speaker2: Ja, genau. Ja, da waren wir auf der Dachterrasse, weil ja sonst Hauschka quasi vorne auf der, wie ich es schreibe, wahre Kießling oder so was gesehen. Also das war dann grad so Haus an Haus, also das war, das war eng. Aber der Vorteil war, dass wir dort. Du hast einfach zur Tür hinaus müssen. Und du hast immer jemanden getroffen. Ein spontanes Gespräch. Das ist hier noch nicht immer so, weil hier sind wir so in einer Blase. Ich gehe da vorne ins Eck. Das ist quasi meine Mensa, wo alles gut. Und dann Montag Dienstag ist hier halt zu. Dann geht man in die Stadt und guckt mal, was der Heidel weiß oder sonst irgendwie. Ja, also. Aber das lässt nach. Aber manchmal sieht man ja dann auch wieder da draußen welche entlanglaufe, die sich da stolz auf die Brust trommeln und sagen, was toll ist das hier.

Speaker2:

Speaker1: Also ist das noch nicht oder hat sich das noch nicht so raus entwickelt bei den Heilbronnern, die vielleicht jetzt sagen ich gehe nicht mehr so gerne in die Innenstadt, in die Fußgängerzone, Ich fühle mich da nicht so wohl. Aber im Neckarbogen, da kann ich auch einen leckeren Kaffee trinken, am Kocher und am Wochenende.

Speaker1:

Speaker2: Merkst du hier, wie hier flaniert wird. Da wird echt flaniert. Also das ist schon so und das hat man auch. Also man sieht es während der Feierzeit, wenn die Radfahrer hier durchfahren, da war ich genau die komme jetzt, weil sie irgendwann mal gelesen habe, aha, da war das mal und so, da fahren die durch und gucken dann von Haus zu Haus und so und am Wochenende sind auch viele Heilbronner, die hier den Weg genieße da bis hin zum was ist da, wo jetzt die neue Innovationsfabrik entsteht ein fantastisches Gebäude. Ich kann nur jedem empfehlen geht mal dorthin, guckt euch das an, das ist Holzbau vom Allerfeinsten und es steht bombig. Da kann ich nur sagen Das ist ein Glücksfall für Heilbronn.

Speaker2:

Speaker1: Also in diesem Sinne herzlichen Dank. Hat Spaß gemacht. War interessant. Mehr von so Innovationsfabriken baulicher Art in Heilbronn und mehr Bürgerstolz.

Speaker1:

Speaker2: Ja, das wäre wunderbar.

Speaker2:

Speaker1: Also hat mich sehr gefreut. Danke schön.

Speaker1:

Speaker2: Danke, gleichfalls. Ciao.

Speaker2:

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